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| 22:04 Uhr

Straßen-Großbaustelle
Hosena ist ab Juni komplett dicht

Das Team von Vorarbeiter Andreas Bolle (vorn, r.) bringt hier gerade die neue Regenentwässerung in Stellung.
Das Team von Vorarbeiter Andreas Bolle (vorn, r.) bringt hier gerade die neue Regenentwässerung in Stellung. FOTO: Richter-Zippack
Hosena. Im Sommer wird die Ortsdurchfahrt für ein Jahr komplett gesperrt. Von Torsten Richter-Zippack

Noch können Pkw-Fahrer aus Richtung Schwarzheide/Ruhland auf kurzem Weg über Hosena nach Hoyerswerda fahren. Doch ab Mitte Juni ist damit für längere Zeit Schluss. Dann wird die Hosenaer Ortsdurchfahrt auf 1600 Meter komplett gesperrt, kündigt Torsten Wiemer vom Landesbetrieb Straßenwesen an. Konkret betroffen sei der Abschnitt zwischen der Karl-Marx- und der Gartenstraße. „Die Anwohner können in aller Regel ihre Grundstücke erreichen. Falls es mal nicht funktionieren sollte, spricht die Baufirma mit den Betroffenen“, erklärt Wiemer. Der Geschäftsführer der Baufirma Matthäi, Michael Gollee, sagt, dass die Arbeiten bislang auf wenig Kritik der Anwohner gestoßen seien. Das bestätigt Ortsvorsteher Hagen Schuster: „Kaum ein Bürger ist mit einem Problem wegen des Straßenbaus in meine Sprechstunde gekommen. Es scheint also zu funktionieren.“ Laut Polier Hans-Georg Hessler werden die Anwohner mit Handzetteln über die Bauarbeiten informiert.

Die Vollsperrung für den weiteren Straßenausbau werde bis in den Mai 2019 andauern. Im darauf folgenden Sommer sei die nach dem Großkoschener Dorfanger zweitgrößte Tiefbaumaßnahme der Seestadt vollendet, kündigt der Senftenberger Tiefbauamtsleiter Frank Hellmund an.

Derzeit sind die Arbeiter der Freienhufener Firma Matthäi sowohl in der Hosenaer Siedlung in Richtung Sachsengrenze als auch direkt im Ortskern tätig. Dort wird nach Angaben von Vorarbeiter Andreas Bolle die neue Regenentwässerung verlegt. Frank Hellmund ergänzt, dass es bislang keinen zentralen Regenwasserkanal in Hosena gab. Wenn dieser in Betrieb geht, seien auch die Überflutungen bei starken Niederschlägen Geschichte.

Beim Ausbau der Hosenaer Ortsdurchfahrt handelt es sich um ein Gemeinschaftswerk zwischen dem Landesbetrieb Straßenwesen und der Stadt Senftenberg. Während sich die Landesbehörde um den Ausbau der eigentlichen Straße kümmert, ist die Kommune für den Bau des Rad- und Fußweges zuständig. Insgesamt kostet das Vorhaben laut Frank Hellmund rund 4,3 Millionen Euro. 715 000 Euro zahle die Stadt. Die Anlieger der Straße seien mit einer Gesamtbeitragssumme von 200 000 Euro im Boot. Das betreffe die von der Stadt beauftragten Bauleistungen. Obwohl das Senftenberger Rathaus bereits im Herbst 2017 angekündigt hatte, zeitnah Informationen zu den jeweiligen Ausbaubeiträgen zu verschicken, seien diese in den betroffenen Haushalten bis heute nicht eingegangen. Warum, erklärt Hellmund so: „Wir sind noch am Rechnen. Die konkreten Bescheide gibt es ohnehin erst dann, wenn wir die Maßnahme beim Land abgerechnet haben, also nicht vor dem Jahr 2020.“ Torsten Wiemer vom Landesbetrieb ergänzt, dass zum jetzigen Zeitpunkt sowieso noch nicht genau gesagt werden könne, wie viele Euros konkret gezahlt werden müssen. Frank Hellmund verrät allerdings nicht, bis wann die Bürger die Informationen zu den Ausbaubeiträgen in ihren Briefkästen haben. Betroffen seien etwa 50 bis 60 Haushalte. Eins sei aber schon heute klar: Für die Straßenbeleuchtung, die im Zuge des Straßenausbaus ein Stück weit verrückt werden muss, werde kein Bürger zur Kasse gebeten. Diese Gebühren seien bereits vor mehreren Jahren durch die Anwohner beglichen worden.

Noch nicht ganz klar ist dagegen, ob und wann die Hosenaer eine neue Allee entlang ihrer Ortsdurchfahrt bekommen. Im Zuge der Straßenverbreiterung mussten im Winter 2017 mehrere hundert Bäume, vor allem Roteichen, gefällt werden. „Wir bringen natürlich zum Ausgleich neue Bäume in den Boden“, kündigt Torsten Wiemer an. Aber diese müssten nicht zwingend an die Hosenaer Ortsdurchfahrt. Wahrscheinlich werde deswegen ein neues Projekt durch das Land aufgelegt.