ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:54 Uhr

Geheimtipp: Bauernmarkt in Frauendorf
Holzmichel und Buchweizenplinse gehören zum Erfolgsgeheimnis

Spaß beim Sägen haben Kerstin Schempp und Mirko Schüller aus Holzgerling bei Stuttgart. Im Hintergrund „Holzmichel“ Günter Nicklisch.
Spaß beim Sägen haben Kerstin Schempp und Mirko Schüller aus Holzgerling bei Stuttgart. Im Hintergrund „Holzmichel“ Günter Nicklisch. FOTO: Mirko Sattler
Frauendorf. Frauendorf hat die Bauernmärkte neu erfunden. Tausende strömen zur 30. Jubiläums-Ausgabe. Parkplätze sind am Festtag Mangelware im Dorf.

Menschenandrang soweit das Auge reicht, hat erneut auf dem Frauendorfer Bauernmarkt geherrscht. „Mit 67 Händlern ist unser Platz zur 30. Jubiläums-Ausgabe bestens ausgelastet. Es gibt so gut wie keine Standfläche mehr“, weiß der Vize-Traditionsvereinschef Ronny Juhrig.

Mit 50 Kuchen ist Frauendorfs Bäckermeister Axel Günther zum Markt angereist. Der Renner an seinem Stand sind seit je her die Quarkkeulchen, die noch warm beim Rundgang auf der Festwiese verspeist werden. Wie viele Hundert dieser süßen Teilchen durch seine Hand gehen, weiß er nicht. Auf jeden Fall muss er mehrmals neue Eimer mit vorbereitetem Quarkkeulchenteig aus der Bäckerei als Nachschub ordern.
Nur wenige Meter neben dem Backstand mit dem herrlichen Duft nach frischem Zuckerkuchen sitzt Gotthard Börner. Der Rentner zeigt Interessierten das alte Handwerk des Korbflechtens. „Beim ersten Bauernmarkt war ich nur schauen und kam mit dem Bürgermeister ins Gespräch. Seit dem zweiten Markt bin ich immer mit meinem Handwerk dabei“, sagte der Sachse, der auf seine Handarbeit schwört. Mehrere Körbe wechseln an einem Markttag in Frauendorf bei ihm den Besitzer.
Wie Korbflechter und Holzmichel gehören auch die Buchweizenplinse der Frauen des Traditionsvereins zum Bauernmarkt. „Jeder möchte das Rezept unserer Plinse wissen. Doch das verraten wir nicht“, bleibt Manuela Krengel hart. Den Gästen schmeckt es so gut, dass der Teig in den 15 vorbereiteten Eimer um 16 Uhr ausgekratzt sind.

Ein Bauernmarkt-Unikat ist auch Pfefferküchler Ingo Holling. „Zwar ist im Frühjahr keine Pfefferkuchenzeit, doch ich komme gerne nach Frauendorf. Im Herbst kann ich mich vor Kundschaft kaum retten“, meint der 50-Jährige, der alle seine Waren selbst herstellt.