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Hörlitz ist Baugruben-Hauptstadt

Mittels unterirdischen Rohrvortriebs wird derzeit in der Schipkauer Straße eine Grundleitung zur Entwässerung der Ortslage verlegt.
Mittels unterirdischen Rohrvortriebs wird derzeit in der Schipkauer Straße eine Grundleitung zur Entwässerung der Ortslage verlegt. FOTO: Budich
Hörlitz. In gleich mehreren Straßen des Schipkauer Ortsteils Hörlitz enden in diesen Tagen die Tiefbauarbeiten der ersten Bau-Etappe. Gut ein Drittel des Ortes ist derzeit Baustelle. Andrea Budich

Mit der Vollsperrung der fünfarmigen Kreuzung an der Kreuzstraße erreichen die Arbeiten einen logistischen Höhepunkt.

In Hörlitz reicht derzeit der Blick von einer Baugrube zur nächsten. Allerorts drehen sich Bagger, dröhnen Rüttelplatten und rollen Lkw. Im Bau befinden sich die Ernst-Thälmann-Straße, die Schipkauer Straße sowie die Schul- und Gartenstraße. Auf rund 750 Metern des innerörtlichen Straßennetzes werden Trink-, Regen- und Schmutzwasserleitungen verlegt.

Mit dem Verlegen der Hausanschlüsse enden die Tiefbauarbeiten der ersten Bauetappe. "Ab Anfang August starten wir mit voller Kraft in den Oberbau der Straßen", berichtete SGL-Geschäftsführer Michael Sachs. Ab dann werden Borde gesetzt, der Unterbau der Fahrbahnen vorbereitet und erste Gehwege gepflastert.

Ein besonders kniffliger Punkt ist dabei derzeit die weiträumige Kreuzung im Zuge der Kreuzstraße. Unter Vollsperrung verlegen hier Bauarbeiter den neuen Regenwasserkanal und müssen dabei ein scheinbares Wirrwarr zahlreicher bestehender Leitungen beachten. Gleich nebenan ist ein Spezialunternehmen derzeit damit beschäftigt, die Regenwasserleitung entgegen dem natürlichen Gefälle in Richtung des ehemaligen Tagebaus zu verlegen. Dazu wird von einem gut acht Meter tiefen Schacht aus in unterirdischer Vortriebsweise ein Rohr durch den Hörlitzer Untergrund getrieben.

"Die Arbeiten liegen weitgehend im Zeitplan", sagt Bodo Möller vom Planungsbüro BM-Ingenieure aus Senftenberg. Sichtlich beeindruckt ist Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) vom Baugeschehen. "Ein derart großes Tiefbauprojekt hatten wir seit Jahren nicht", so der Bürgermeister. Die Großgemeinde investiert allein in diesem Jahr rund 1,2 Millionen Euro in den Ort. Gemeinsam mit dem Wasserverband Lausitz werden sogar mehr als anderthalb Millionen Euro verbaut.