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Hochböschung Schipkau: kahle Kiesflächen werden 2017 begrünt

Dicht an der Ortslage Schipkau entstand eine große Kiesanschüttung, um die angrenzende Hochkippe zu stabilisieren. Die Kiesfläche soll im kommenden Jahr melioriert und begrünt werden.
Dicht an der Ortslage Schipkau entstand eine große Kiesanschüttung, um die angrenzende Hochkippe zu stabilisieren. Die Kiesfläche soll im kommenden Jahr melioriert und begrünt werden. FOTO: Konzag
Schipkau. Die Hochkippe Schipkau ist eine der großen Sanierungsbaustellen im Schipkauer Gemeindegebiet. Seit zwei Jahren wird an der Hochböschung des früheren Tagebaus Klettwitz gearbeitet. Andrea Budich

Die standunsichere Kippe wurde teils mittels Rütteldruckverdichtung, teils durch Anschüttung eines gewaltigen Kiespolsters gesichert. "Der Baugrund war hier mitunter sehr problematisch", so LMBV-Projektmanager Frank Sauer vor Schipkaus Gemeindevertretung.

Im kommenden Jahr sollen auf den derzeit noch kahlen Kiesflächen die Melioration und eine Anspritzbegrünung erfolgen. Je nach deren Erfolg kann dann im Folgejahr die Aufforstung der vormaligen Waldflächen starten. Ähnliches ist auch für den südlichen Bauabschnitt nahe der früheren Hauptwerkstatt geplant. Auch die von den Schipkauer Einwohnern vermissten Wege sollen wieder hergestellt werden. Der gesamte Bereich war vor Sanierungsbeginn ein beliebter Ort zur Naherholung.

Die Landesstraße 60 zwischen Schipkau und Lichterfeld gehört gleichfalls zu den Sanierungsbaustellen. In den Fokus der Sanierer rücken jetzt ausgedehnte Flächen im Grenzschlauch Kostebrau. Nahezu fertiggestellt ist die Rekultivierung eines Bereiches, aus dem die Erdmassen für das Verschließen des Restloches 4 in Annahütte entnommen wurden.

Ausgedehnte Arbeiten sind auch noch in der östlichen Hälfte der Gemeinde vonnöten. "Schwerpunkte sind hier das Restloch Westmarkscheide bei Meuro und der Gewässerausbau zwischen Hörlitz und Schwarzheide-Ost", so der Projektmanager. Die betagte Grubenwasserreinigungsanlage Pößnitz soll dazu generalüberholt werden. Dorthin ist gegenwärtig eine Rohrleitung im Bau, mit der Grundwasser aus Brieske abgeleitet wird.

Angesichts dieser Aufgaben ist für Schipkaus Abgeordnete unverständlich, dass Bund und Länder noch immer uneins über die zukünftige Finanzierung des Sanierungsbergbaus sind. "Allerorts haben wir Sperrgebiete. Doch die Planungen zu deren Beseitigung stocken. Das ist nicht gut für die Region," betonte Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) in der Gemeindevertretersitzung.