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| 01:03 Uhr

Hitzeschlacht für 250 Triathleten

Bei tropischen Temperaturen von mehr als 30 Grad im Schatten lockte der Senftenberger See gestern zehntausende Badegäste an. Am Strand von Großkoschen traf sich zur selben Zeit die Fangemeinde des Triathlonsports. Die 18. Auflage des Koschenberg-Triathlons stand auf dem Programm. Etwa 250 Profis und Amateure im Alter von vier bis 77 Jahren stellten sich der Hitzeschlacht. Von Katrin Schwede

Die ersten Wettkämpfe der Triathleten am Senftenberger See fanden vor 18 Jahren in Peickwitz und lange Zeit in Niemtsch statt. Vor vier Jahren zog die Veranstaltung nach Großkoschen, „weil dort die Bedingungen einfach am Besten sind“ , weiß Olaf Schmidt, Leiter Öffentlichkeitsarbeit im Triathlon-Team Senftenberg. Der Wettkampf in diesem Jahr verlangte den Sportlern höchste Konzentration und Leistung ab, denn die Hitze machte selbst den Zuschauern auf den schattigen Plätzchen zu schaffen.
Sechs Wettkämpfe unterschiedlicher Klassen gehörten zum Angebot. In der Beliebtheitsskala ganz weit oben der Volkstriathlon, bei dem 113 Frauen und Männer im Alter von 14 bis 77 Jahren ihr Können unter Beweis stellen wollten. Norbert Philipp (55) aus Senftenberg, Physiker an der Fachhochschule Lausitz, ist zum ersten Mal Teilnehmer an einem Triathlon. „Ich treibe schon seit Jahren sehr viel Sport und möchte mich hier einfach einmal aus Spaß an der Sache ausprobieren.“ Die Vorbereitung des Senftenbergers auf den gestrigen Tag ist deshalb auch eher unspektakulär: Drei bis vier Mal in der Woche läuft er zwischen zehn und zwölf Kilometern, eben ein richtiger Volkssportler. Aber auch die alten Hasen des Triathlons wollen sich immer wieder testen. Titus Faustmann (51), 2. Beigeordneter des Landkreises, sucht nun schon zum 15. Mal bei einem Triathlon in Senftenberg die nötige Motivation und Belohnung für die Anstrengungen beim Training.
Pünktlich um 10.40 Uhr fällt der Startschuss für den Volkstriathlon. Die Sportler tauchen in das 22,5 Grad frische Seewasser ein. Die Schwimmer im führenden Feld kraulen im rasanten Tempo zielsicher die 750-Meter-Strecke um die markanten, orangefarbenen Bojen. Die Anstrengung ist ihnen fast nicht anzusehen, als sie über den Kunstrasenteppich in die Wechselzone laufen, um sich auf die Drahtesel zu schwingen und 22 Kilometer in vier Runden über den Koschenberg zu jagen. Dabei ist die Straßenverkehrsordnung ebenso einzuhalten wie das Windschattenfahrverbot. Drei Kampfrichter lassen ihre wachsamen Augen schweifen.
Ohne anzuhalten springen die Athleten wenig später vom Fahrrad und gehen sofort in die zwei Lauf-Runden mit insgesamt fünf Kilometern quer durch den Ferienpark über. Steffen Lindner aus Riesa läuft als erster durch die Ziellinie. Norbert Philipp belegt am Ende einen guten 56. Rang, Titus Faustmann folgt ihm einige Minuten später und landet auf dem 64. Platz. 105 Athleten kommen durchs Ziel. Eigentlich sind sie alle Gewinner.