Der Senftenberger Heimatforscher und Autor Hans Hörenz lebt nicht mehr. Er ist am 14. Januar im Alter von 94 Jahren gestorben. Das bestätigt die Pro Curand-Seniorenresidenz Senftenberg, in der Hörenz zuletzt lebte.

Bis ins hohe Alter hat der gebürtige Reppister Artikel zu verschiedensten heimatkundlichen Themen aus Senftenberg und Umgebung recherchiert und aufgeschrieben. Seine Beiträge wurden unter anderem in der Lausitzer Rundschau, im Senftenberger Heimatkalender Kippensand, in den Niederlausitzer Jahrbüchern und in weiteren Publikationen veröffentlicht.

Neues Leben im abgebaggerten Dorf Reppister treffen sich in Reppist

Senftenberg

Besonders die Geschichte des 1986 abgebaggerten Ortes Reppist sowie der ebenfalls devastierte Wasserturm auf dem Paradiesberg bei Hörlitz (1965) hatten Hörenz` besonderes Interesse hervorgerufen. Wer Fragen zur Stadt- und Regionalgeschichte hatte, bekam von Hans Hörenz stets eine kompetente Antwort.

Mit 14 Jahren begann Hörenz eine Verwaltungslehre im Senftenberger Arbeitsamt. Den Zweiten Weltkrieg überstand er glimpflich, im Jahr 1949 kehrte der Lausitzer aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft ins Senftenberger Amt für Arbeit und Sozialfürsorge zurück. Später wurde der Diplom-Wirtschaftsingenieur und Referent des Vorsitzenden des Rates des Kreises als Journalist bekannt. „Hans, schreib das mal auf“ wurde zum geflügelten Wort in Senftenberg und Umgebung. Sein Wissen, so sagte Hörenz, hätte locker für ein Buch gereicht. Jetzt hat ihm der Tod den Stift aus der Hand genommen.