ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:37 Uhr

Heute am See in Großkoschen: "Leinen los und eingeschifft"

Zum vierten Mal seit 2013 ist morgen Still Collins, eine Bonner Phil-Collins- und Genesis-Tribute-Band, zu Gast im Amphitheater "Ich freue mich schon seit Wochen auf dieses Konzert mit der besonderen Atmosphäre, die das Theater bietet, und auf das Senftenberger Publikum, das uns hier immer total abfeiert", sagt Sänger Sven Komp. Seine Stimmähnlichkeit mit Phil Collins ist verblüffend und Teil des Erfolgs der Musiker. Ins Amphitheater bringen sie auch eine Lichtshow mit. "Großes Kino – das Auge isst mit", scherzt Sven Komp und lobt die "perfekte Ausstattung bei der Lichttechnik" im Amphi. Natürlich haben die Rheinländer auch eines der Kölner Phil-Collins-Konzerte im Juni besucht, in denen das Original nach zehn Jahren Pause und einigen Abstürzen wieder auf der Bühne war. "Das war Pflichtprogramm."
Zum vierten Mal seit 2013 ist morgen Still Collins, eine Bonner Phil-Collins- und Genesis-Tribute-Band, zu Gast im Amphitheater "Ich freue mich schon seit Wochen auf dieses Konzert mit der besonderen Atmosphäre, die das Theater bietet, und auf das Senftenberger Publikum, das uns hier immer total abfeiert", sagt Sänger Sven Komp. Seine Stimmähnlichkeit mit Phil Collins ist verblüffend und Teil des Erfolgs der Musiker. Ins Amphitheater bringen sie auch eine Lichtshow mit. "Großes Kino – das Auge isst mit", scherzt Sven Komp und lobt die "perfekte Ausstattung bei der Lichttechnik" im Amphi. Natürlich haben die Rheinländer auch eines der Kölner Phil-Collins-Konzerte im Juni besucht, in denen das Original nach zehn Jahren Pause und einigen Abstürzen wieder auf der Bühne war. "Das war Pflichtprogramm." FOTO: Michael Joswig
Großkoschen. Das Wochenende im Amphitheater in Großkoschen bietet ein breites künstlerisches Spektrum: von bissigem Kabarett über handgemachte Musik bis zum spannenden Kindertheater. hsd1

Die Leipziger Academixer kommen mit dem neuen Programm "Leinen los und eingeschifft" heute nach Großkoschen. Gemeinsam mit Kabarett-Kollegin Carolin Fischer ist Anke Geißler im April in der legendären Spielstätte an der Leipziger Kupfergasse auf Premieren-Kreuzfahrt gegangen und macht nun am Senftenberger See Station. Die RUNDSCHAU sprach mit ihr.

Werden Sie es sich mit der immer weiter wachsenden Kreuzfahrt-Gemeinde verscherzen, indem Sie die aufs Korn nehmen?
Geißler Natürlich spießen wir in unserem Programm so manches auf die Harpune, was mit dem Thema Kreuzfahrt zu tun hat. Die Branche wächst und wächst. Und jeder weiß, dass die Urlaubsidylle auch trügerisch ist. Denn auf den "Traumreisen" müssen Luft und Meer ganz schön leiden. Dennoch ist es unser Anliegen, die Zuschauer gut zu unterhalten. Und so werden sie hoffentlich nicht gleich empört die Arena verlassen. Es gibt viel zu lachen. Und unsere Bordkapelle präsentiert zauberhafte Musik. Wir freuen uns riesig.

Es wird also auch um ganz andere "Schiffe", die es zu steuern gilt, gehen, denn die Academixer sind seit Jahren für hintergründige Politsatire bekannt. Wie schwer ist das in einer Zeit, da die Realsatire der Politik kaum zu übertreffen und manchmal gar nicht mehr lustig ist?
Geißler Einerseits sind die Zeiten für Satire sehr gut, andererseits werden wir manchmal tatsächlich von einigen Politikern überholt. Was beispielsweise Donald Trump für Rollen und Äußerungen drauf hat, darauf kommt ein normaler Mensch nicht. Dennoch - wir versuchen unser Publikum gut zu unterhalten. Wenngleich das in einer Flut von kulturellen Angeboten keine leichte Sache ist.

Leipzig ist kabarettistisch ein umkämpftes Feld. Mehrere Kabarettbühnen buhlen um Zuschauer. Haben Leipziger so viel zu lachen?
Geißler Leipzig ist eine sehr bewegte Stadt, sehr offen. Hinzu kommen unzählige Touristen. Und so hoffen alle Kabarettbühnen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Bisher klappt das ganz gut.

Wie behaupten Sie sich dabei - und was wirkt nach vom einstigen Leiter Jürgen Hart, der ja leider vor 15 Jahren verstorben ist und dessen "Sing, mein Sachse, sing", noch heute in vieler Munde und Ohren ist?
Geißler Seine Handschrift war so prägend. Wir versuchen nach wie vor, seiner Ästhetik zu folgen und das Ensemblespiel mit vielen Figuren frisch und munter zu halten. Das ist unsere Eigenart, die Jürgen Hart den Academixern eingepflanzt hat. Als Autor war er grandios, eine Ausnahme, oft prophetisch. In einem meiner Soloprogramme singe ich immer noch ein Lied von ihm. Das wollte ich schon seit meinem zehnten Lebensjahr.

Sie sind zwei Frauen in diesem Programm, im Fernsehen sehen wir "Ladies Night" oder "Pussy Terror". Herrscht auf Kabarettbühnen tatsächlich schon Gleichberechtigung?
Geißler Ich glaube, der Eindruck täuscht. Wenn das Fernsehen ein Profil entwickelt, in dem Frauen präsentiert werden sollen, müssen sie meist unter sich bleiben. Dann heißt es eben "Frauenkabarett". Ich weiß bis heute nicht, was das sein soll. Der Beruf mit all seinen Verzweigungen bleibt eine Männerdomäne. Akteure, Veranstalter, Autoren, Regisseure, Redakteure - das alles liegt vorzugsweise in Männerhänden, bis hin zu Journalisten, die unsere Arbeit bewerten. Da würde mir ein ausgeglicheneres Verhältnis besser gefallen.

Frau Geißler, Sie kommen in diesem Jahr noch mal an die Neue Bühne. Mit welchem Programm?
Geißler Schon am 16. Oktober sind die Academixer wieder im Theater Senftenberg. Die satirische Bearbeitung von "Nibelungen" entstand zum 50. Jubiläum der Academixer. Der Leipziger Regisseur Volker Insel steht seit vielen Jahren für urkomische Überspitzung ernster Stoffe aus Film, Theater und Operette. So erarbeitete er mit neun (!) Akteuren die urdeutsche Geschichte um Siegfried, Brunhilde, König Gunter, Hagen & Co. Unbedingt sehenswert.

. . . und passend zum Nibelungen-Spektakel.
Geißler Ja. Ich selbst bin am 27. November in der Reihe Kabarett á la carte mit meinem aktuellen Solo "Sie haben da was an der Scheibe", ein Politessen-Programm, in Senftenberg zu Gast.

Mit Anke Geißler sprach

Heidrun Seidel.

Zum Thema:
Das brandneue Programm der Academixer "Leinen los und eingeschifft" ist am heutigen Freitag, 14. Juli, ab 20 Uhr zu erleben."Still Collins Plus" bietet am Sonnabend, 15. Juli, ab 20 Uhr das Beste von Phil Collins und Genesis. "Das Dschungelbuch" ist ein Musical für die ganze Familie. In einer frischen Version erzählt das Theater Lichtermeer, ein Tourneetheater aus Itzehoe, die abenteuerliche Geschichte des kleinen Mogli. Natürlich sind auch Shir Khan, Baloo, Baghira, Kaa und die anderen bei der Aufführung am Sonntag, 16. Juli, ab 16 Uhr dabei.Karten für alle Veranstaltungen gibt es an der Theaterkasse und unter Telefon 03573 801286, an den üblichen Vorverkaufsstellen in der Region und eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.