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| 20:11 Uhr

Oberspreewald-Lausitz
Heinze bleibt Landrat in OSL

Bleibt Landrat in OSL: Siegurd Heinze (parteilos)
Bleibt Landrat in OSL: Siegurd Heinze (parteilos) FOTO: privat / Siegurd Heinze
Senftenberg. Der Amtsinhaber hat sich gegen seine beiden Herausforderer durchgesetzt. Von Jan Augustin

Siegurd Heinze (parteilos) bleibt auch für die nächsten acht Jahre Landrat im Oberspreewald-Lausitz-Kreis. Der Amtsinhaber setzte sich am Superwahl-Sonntag gegen seine beiden Herausforderer durch und holte laut vorläufigem Endergebnis 56,3 Prozent der Stimmen, insgesamt 17 924. Er schaffte damit auch das erforderliche Quorum von 14 443 Stimmen. Der Gang in die Stichwahl wie vor acht Jahren bleibt Heinze so also erspart. „Das muss ich erst einmal realisieren“, sagte ein gelöster Wahlsieger am Abend im Altdöberner Schützenhaus. Dieses Ergebnis habe er sich zwar gewünscht, es habe aber die kühnsten Träume übertroffen. „Ich bin nicht nur überrascht, sondern auch zufrieden“, sagt Heinze. Wichtig sei ihm auch gewesen, die AfD in die Schranken zu weisen: „Der blaue Dunst der AfD wird nicht in die Kreisverwaltung einziehen.“

Zweitplatzierter mit 23,8 Prozent wurde der AfD-Landtagsabgeordnete Sven Schröder aus Borkheide. Der Lübbenauer Rechtsanwalt Matthias Mnich kam auf 19,9 Prozent. Das endgültige Ergebnis ermittelt der Kreiswahlausschuss an diesem Montag. Die öffentliche Sitzung findet um 15.30 Uhr im Landratsamt in Senftenberg statt.

Mit 33,4 Prozent lag die Wahlbeteiligung etwas höher als vor acht Jahren. Bis zum frühen Nachmittag sah das allerdings noch ganz anders aus. In den sechs größten Wahlbezirken lag die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr gerade einmal bei etwas mehr als sechs Prozent.

Insgesamt 96 560 Menschen waren im Oberspreewald-Lausitz-Kreis wahlberechtigt. An der Briefwahl beteiligten sich 3805 Menschen – 435 mehr als vor acht Jahren. Die direkte Stimmenabgabe bevorzugt hat Karin Lange (57) aus Senftenberg. Sie hätte sich im Vorfeld mehr Aufklärung gewünscht – gerade auch von den Herausforderern. Ihre Wahl habe sie aber ohnehin schon vorher getroffen. Die Mitarbeiterin der Kfz-Zulassungsstelle des Kreises hat für ihren Arbeitgeber gestimmt. Sie sei zufrieden mit Heinze, nicht umsonst arbeite sie schon fast 35 Jahre in der Verwaltung.