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Heimatfreunde ringen um Rettungsplan für den Ruhlander Gutshof

Ruhland. Im Ringen um den Erhalt des Ruhlander Gutshofes als kultur-historisches Zentrum der Kleinstadt muss der Verein für Heimatpflege 1889 schon im Interesse des eigenen Überlebens abwehrend die Hände strecken – was eine Trägerschaft betrifft. KaWe

Das bestätigt der Vorsitzende, Reinhard Pfennig. Am Rettungsplan für das im Jahr 1993 gern angenommene und verpflichtende Geschenk des Dresdener Restaurators Heinz Krause an die Stadt wollen die Mitglieder des Vereins aber nach Kräften mitarbeiten.

Mit ebenso emotionalen wie sachlichen Argumenten haben die Heimatforscher um Reinhard Pfennig auf die ultimative Aufforderung von Amtsdirektor Roland Adler, sich zur Übernahme des Gutshofes mit einem langfristigen Pachtvertrag zu erklären, geantwortet. Ablehnend und trotzdem nach vorn gerichtet.

Der Vorschlag, der damit pünktlich zum Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung am heutigen Montag auf dem Beratungstisch liegt: Um die abgemagerte Ruhlander Stadtkasse von Betriebskosten zu entlasten, schlägt der Verein vor, weitere öffentliche Nutzungen in den liebevoll sanierten historischen Gutshof zu integrieren - und damit insgesamt Ausgaben zu senken. Die derzeit in städtischer Randlage am Busbahnhof untergebrachte Bibliothek soll in das Erdgeschoss des Gutshauses im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe der Schule gelegene Haus einziehen. Der bauliche Aufwand erscheint gering. Der Vorraum und das Gewölbe selbst könnten als Lesesaal genutzt werden. Bildung, Kultur und Musik sowie die Geschichte und Heimatpflege sollten im Gutshof vereint und damit auch finanziell einfacher geschultert werden. Von der Stadt Ruhland. Denn der Heimatverein mit 19 Mitgliedern und einem Altersdurchschnitt von 67 Jahren, die jährlich Einnahmen zwischen 350 und 450 Euro haben, ist damit überfordert. Die Spenden, die gesammelt werden, fließen in die Zeugnisse der Heimatgeschichte wie die wieder aufgestellte kursächsische Postmeilensäule auf dem Markt und die Denkmäler am Prinzeß-Luisen-, dem Geschwister-Scholl-Weg und dem Heldenhain, die die Heimatfreunde aktuell auf dem Restaurierungsplan haben. Zur Zukunft des Gutshofes müssen sich nun die Abgeordneten positionieren. Hauptausschuss Ruhland Montag, 18. Februar, 18 Uhr, Rathaus Ruhland