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| 17:24 Uhr

Senftenberg
Haus Markt 15 in Senftenberg will sich weiter öffnen

Landrat Siegurd Heinze (3.v.l.) lässt sich von Carsten (l.) und Rebecca Bartsch die Ferienzimmer im Haus Markt 15 erklären.
Landrat Siegurd Heinze (3.v.l.) lässt sich von Carsten (l.) und Rebecca Bartsch die Ferienzimmer im Haus Markt 15 erklären. FOTO: Richter-Zippack
Senftenberg. Das Haus am Markt 15 in Senftenberg will ab kommendem Jahr auch Einheimischen etwas bieten. Von Torsten Richter-Zippack

Fast täglich, so berichtet Rebecca Bartsch, wollen verschiedenste Menschen ihr Haus am Markt 15 in Senftenberg besichtigen. „Der eine hat in den historischen Mauern früher gearbeitet, der andere interessiert sich für die Geschichte. Kürzlich war sogar ein Mann hier, der hier während des Zweiten Weltkrieges geboren wurde“, berichtet die frischgebackene Inhaberin des Gästehauses Markt 15 während des Unternehmensbesuches von Landrat Siegurd Heinze. Kein Wunder also, dass sich die Lausitzerin, die in ihre Heimat zurückgekehrt ist, mit dem Gedanken trägt, das wahrscheinlich älteste noch bestehende Senftenberger Wohnhaus (1675) ab dem kommenden Frühjahr auch für interessierte Einheimische zu öffnen. „Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich habe zahlreiche Ideen für das Erdgeschoss.“ In der Innenstadt fehle der jungen Frau ein breiteres gastronomisches Angebot, beispielsweise eine Smoothie-Bar. Dort werden frisch gepresste Säfte aus Obst angeboten. Zudem könne sich Bartsch auch Lesungen im historischen Kreuzgratgewölbe vorstellen. Allerdings habe sie noch keine konkreten Vorstellungen.

Indes sei die erste Saison im erst im Juni eröffneten Gästehaus sehr gut verlaufen. Während in der Hauptsaison vor allem Touristen die jeweils drei Apartments und Doppelzimmer sowie die Suite nutzten, kämen jetzt vor allem Geschäftsleute. Bisher, so sagt Rebecca Bartsch, schultere sie die Hausbewirtschaftung allein. Zeitweise unterstütze sie ihr Freund, der als Zimmermann tätig ist.

Landrat Siegurd Heinze sagt, dass Familie Bartsch durchaus sehr stolz auf das komplett sanierte Gebäude sein dürfe. Die Bauingenieure Carsten und Gisa Bartsch aus Guteborn hatten das Haus erworben und die umfangreiche Rekonstruktion selbst geplant. „Das Haus ist nicht nur für Senftenberg, sondern für die ganze Region eine absolute Bereicherung“, lobt Siegurd Heinze. Und falls mal die Feriengäste nicht mehr kommen sollten, hat Carsten Bartsch eine Alternative parat: „Dann machen wir eben ein Wohnhaus daraus.“