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| 15:41 Uhr

Generationen-Haus in Schwarzheide feierlich eingeweiht
Hans bringt Grundschülern Glück

Den großen goldenen Schlüssel für den Schul-Erweiterungsbau haben die Grundschüler bei der Eröffnungsfeier in Beschlag genommen. Sie freuen sich  vor allem darüber, dass sie nicht mehr im Keller Mittag essen müssen und dass es auf den Toiletten nicht mehr stinkt.
Den großen goldenen Schlüssel für den Schul-Erweiterungsbau haben die Grundschüler bei der Eröffnungsfeier in Beschlag genommen. Sie freuen sich vor allem darüber, dass sie nicht mehr im Keller Mittag essen müssen und dass es auf den Toiletten nicht mehr stinkt. FOTO: Mirko Sattler
Schwarzhiede. Jung und Alt unter einem Dach - der Millionenbau an der Wandelhof-Grundschule Schwarzheide ist mit einem Trommelwirbel eröffnet worden. Das „Haus der Begegnung“ vereint Generationen: vom Schulkind bis zum Rentner. Von Andrea Budich

Hans im Glück ist seit Mittwochabend ein Schwarzheider. Die Märchenfigur haucht dem super modernen Schul-Erweiterungsbau eine Seele ein. Jannes, Lars, Florentine, Janessa und Susannika aus der 6 a finden die Bronze-Skulptur im neuen Innenhof echt cool. Und ein bisschen fühlen sich die Sechstklässler am Eröffnungsabend auch wie Hans im Glück. Denn so gut wie jetzt hat es ihnen noch nie in ihrer Schule gefallen. Sie müssen zu Mittag nicht mehr im Keller essen, können in der lichtdurchfluteten Aula feiern, es stinkt nicht mehr auf den Toiletten, das mobile Computerkabinett versorgt die Klassen je nach Bedarf mit Laptops und es gibt sogar eine eigene Töpferwerkstatt.

Mit dem „Haus der Begegnung“ in modernster Architektur hat Schwarzheide einen Volltreffer gelandet. Mit rund fünf Millionen Euro Baukosten ist es eines der größten Hochbau-Einzelprojekte der Stadt. Schwarzheides Stadtväter haben sich den Bau einiges kosten lassen. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 2,2 Millionen Euro. Dafür wurde sogar ein Kredit aufgenommen. Der Rest ist aus dem europäischen Fördertopf der ländlichen Entwicklung sowie aus dem Verwaltungsabkommen zur Finanzierung der Braunkohlesanierung geschöpft worden.

Der Millionenbau mit Lichtkuppeln, gebäudehohen Seitenfenstern und grünem Klassenzimmer hat alle Erwartungen übertroffen. Das bestätigt auch die Rektorin der Grundschule Wandelhof, Elke Voigt. „Eine Aula hatten wir noch nie“, freut sie sich über die neuen Möglichkeiten. Dazu gehört auch der neue Werkraum, der als Ersatz für den bislang im baufälligen Keller der Schule untergebrachten Unterrichtsraum eingerichtet wurde. Er wird mit einer Holz- und Töpferwerkstatt komplettiert. Später sollen in der Werkstatt auch Töpferkurse angeboten werden. Zwei Brennöfen sind bereits bestellt, bestätigt Bürgermeister Christoph Schmidt (parteilos).

Was den Millionenbau so besonders macht, ist das gemeinsame Dach für Alt und Jung. Einen Ort, der generationenübergreifenden Austausch möglich macht, hat sich der Bürgermeister gewünscht. Die Seniorentagesstätte wird demnächst die neuen Räume beziehen. Für den Zuwachs hat die Schulleiterin schon Pläne. „Omis, die häkeln und Opis, die vorlesen, können wir bestens gebrauchen“, erzählt sie.

„Hans im Glück“ im Innenhof wacht über das Generationen-Projekt und haucht dem Haus eine Seele ein. Dass die im Kunstguss Lauchhammer gegossene Skulptur aufgestellt werden konnte, daran haben der Förderverein der Grundschule, Ehrenbürger Dr. Sokrates Giapapas und der Schwarzheider Siegfried Hennig die größten Aktien.

Die 277 Wandelhof-Schüler werden die Einweihungsfeier auch aus einem anderen Grund nicht vergessen. Schließlich haben sie bei dieser Gelegenheit erfahren, dass auch ihr Bürgermeister nicht immer nur Einsen im Betragen hatte.

„Hans im Glück“  wird enthüllt von Bürgermeister Christoph Schmidt, Dr. Sokrates Giapapas und Mike Thieme vom Schul-Förderverein.
„Hans im Glück“ wird enthüllt von Bürgermeister Christoph Schmidt, Dr. Sokrates Giapapas und Mike Thieme vom Schul-Förderverein. FOTO: Mirko Sattler