Von der Delfin-Therapie auf der Karibikinsel Curacao erhofften sie sich zwar kein Wunder, wohl aber neue Hoffnung auf ein selbstständigeres Leben ihrer schwer behinderten Tochter (11). Das Schicksal der fünfköpfigen Familie aus Ruhland rührte damals zahlreiche Lausitzer. Von der großen Resonanz auf ihr SOS zeigten sich Nadine und Alexander Mileta tief berührt. Es gab sogar einen Spender aus der Region, der mit einem Schlag 5000 Euro auf Hannahs Spendenkonto beim Cottbuser Verein "Stars for Kids" einzahlte.

Der neue Job von Familienvater Alexander Mileta hat die in der Lausitz verwurzelte Familie inzwischen nach Heidelberg verschlagen. "Wegen der Umzieherei mussten wir die Therapie nach hinten schieben", erklärt der Vater. Dank der großzügigen Spendenbereitschaft waren die Reisekosten gesichert. "Das hätten wir mit drei kleinen Töchtern und einem Verdiener allein nicht stemmen können", bedanken sich die Miletas nochmals aus der Ferne.

Was sich Eltern und die beiden Schwestern Charlotte und Louise von der Therapie versprachen, hat sich erfüllt. Zwei Wochen am Stück hat ein abgestimmtes Therapieteam, zu dem auch Delfin Chabelita gehörte, sich ausschließlich um Hannah gekümmert. "In diesen Tagen hat sie große Fortschritte gemacht", bestätigt der Vater. Nachdem sie anfangs noch große Angst vor dem Ozean hatte, schaffte sie es später, ohne Surfbrett zu schwimmen und Chabelita zu streicheln. Sie entspannte sich immer mehr, wurde eigenständiger und überraschte häufig mit neuen Wörtern. "Hannah nutzt jetzt gezielter einzelne Wörter", sagt der Vater. Weil die Therapie so erfolgreich war, will Familie Mileta die delfingestützte Behandlung möglichst in zwei Jahren wiederholen. "Dafür sparen wir", sagt der Vater.