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| 22:43 Uhr

Paukenschlag in Schipkau: Wohnresidenz für Ältere am Start
Hammer: 14 Millionen-Investition

Wo heute grüne Wiese ist, rollen im Herbst die Bagger an. Auf der Brachfläche in der Schipkauer Ortsmitte werden 108 Wohnungen für ältere Menschen gebaut. Die Investoren Robert Müller (l.) und Josef Meier (r.) erklären Bürgermeister Klaus Prietzel bei einem Vor-Ort-Termin den Stand der Planungen.
Wo heute grüne Wiese ist, rollen im Herbst die Bagger an. Auf der Brachfläche in der Schipkauer Ortsmitte werden 108 Wohnungen für ältere Menschen gebaut. Die Investoren Robert Müller (l.) und Josef Meier (r.) erklären Bürgermeister Klaus Prietzel bei einem Vor-Ort-Termin den Stand der Planungen. FOTO: Steffen Rasche
Schipkau. 108 Wohnungen für ältere Menschen werden auf Brachfläche in Schipkaus Ortsmitte gebaut.

Das 14-Millionen-Euro-Projekt „Wohnresidenz“ auf einer Brachfläche in Schipkaus Ortsmitte ist ein Paukenschlag für die Großgemeinde. „Darum haben wir ewig gekämpft“, sagt ein glücklicher Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU).

Für die 108 altersgerechten Wohnungen gibt es schon vor dem Baustart im Herbst gut 50 Anfragen und Voranmeldungen. Für die beiden Investoren, Geschäftsmann Robert Müller und der frühere Lausitzring-Chef Josef Meier, ein gutes Gefühl, mit dem Projekt genau ins Schwarze getroffen zu haben.

Eine Vision ist die Wohnresidenz Schipkau auf dem parkähnlichen Grundstück indes nicht mehr. Sämtliche Pläne stehen, in den nächsten Wochen wird der Bauantrag eingereicht. Das bestätigt Investor Robert Müller, den es der Liebe wegen vor 20 Jahren von Regensburg ins beschaulichen Schipkau verschlagen hat. „Die Bagger rollen im Herbst diesen Jahres an. Die ersten Möbelwagen können 2019 ausgeladen werden“, stellt er selbstbewusst in Aussicht. Im ersten Bauabschnitt sind 54 barrierefreie Wohnungen geplant, die maßgeschneidert seien für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

Zum Wohnpark wird daher auch ein Haupthaus mit Café und mit Räumen für einen örtlichen Pflegedienst gehören. Die Zusage eines Mediziners, im Haus Sprechstunden abzuhalten, liege bereits vor. In einem zweiten Bauabschnitt werden später  nochmals 54 Wohnungen errichtet - auf Miet- und Kaufbasis. Die größeren 2-Raum-Wohnungen bieten auch älteren Ehepaaren genügend Wohnraum.

Was den Bauplatz inmitten von Schipkau so spannend macht, ist seine Historie. Bis in die 1990er-Jahre standen hier drei Viergeschosser, die nach einer fehlgeschlagenen Privatisierung in Verfall gerieten. Seitdem die Abrissbirne 2003 zuschlug,  liegt die Fläche brach und ist den Gemeindevätern immer ein Dorn im Auge gewesen. Dass jetzt endlich Bewegung auf die Brachfläche kommt, freut Abgeordnete und Bürgermeister gleichermaßen.

Für das altersgerechte Wohnen ist die Lage ideal. Arzt, Apotheke und Ladenstraße sind über kurze Wege zu erreichen.

Das Investorenpaar bringt es auf den Punkt: „Wir wollen älteren Menschen Wohnraum mit Lebensqualität bieten. Und das nicht fernab, sondern mitten im Leben.“ Ein Kontaktbüro, das über den Projektfortschritt und Wohnungsangebote informiert, soll schon im Mai in der Ladenstraße öffnen.

Entwurf Altersgerechtes Wohnen
Entwurf Altersgerechtes Wohnen FOTO: LR