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| 16:04 Uhr

Lauchhammer
Haftbefehl gegen angeschossenen Asylbewerber erlassen

„Nach ersten kriminalpolizeilichen Erkenntnissen gibt es bisher keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schusswaffenanwendung“, teilt die Polizei zum Schuss auf den Asylbewerber mit.
„Nach ersten kriminalpolizeilichen Erkenntnissen gibt es bisher keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schusswaffenanwendung“, teilt die Polizei zum Schuss auf den Asylbewerber mit. FOTO: Frank Hilbert
Lauchhammer. Erst angeschossen, jetzt in Haft: Den 24-Jährigen aus dem Tschad, der am Dienstag in einer Asylunterkunft in Lauchhammer randaliert hat, trifft nun die Härte des Gesetzes.

Gegen den bei einem Polizeieinsatz in Südbrandenburg angeschossenen Asylbewerber ist Haftbefehl erlassen worden. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus am Freitag auf dpa-Anfrage mit. Gegen den 24-Jährigen wird unter anderem wegen versuchten Totschlags ermittelt. Er soll am Dienstag in seiner Asylbewerberunterkunft in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) randaliert haben und mit einem Messer auf Polizisten losgegangen sein. Ein Beamter schoss daraufhin und verletzte den Mann aus dem Tschad an der Schulter.

Der 24-Jährige kam in ein Krankenhaus und wurde dort von der Polizei bewacht, weil er sich nach Polizeiangaben aggressiv verhalten hatte. Unklar blieb am Freitag, wie der Gesundheitszustand des Mannes war und ob er möglicherweise in ein Haft-Krankenhaus verlegt werden konnte.

(dpa/bob)