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Hafenmeisterei soll aufs Tempo drücken an den Seen

Schwarzheide macht mit Hafenmeisterei sanft Druck aufs Tempo der Sanierung am Süd- und am Ferdinandssee.
Schwarzheide macht mit Hafenmeisterei sanft Druck aufs Tempo der Sanierung am Süd- und am Ferdinandssee. FOTO: Peter Radke/LMBV
Schwarzheide. Noch sitzen die Schwarzheider auf dem Trockenen. Doch erklärtes Ziel ist es, den Süd- und den Ferdinandssee für die Naherholung nutzbar zu machen. Kathleen Weser

Die Hafenmeisterei steht bereits. Mit Spendengeldern sind zwei ausgediente alte Container, in denen am Emil-Fischer-Stadion zuvor Material gelagert worden war, auf Vordermann gebracht - und für diese neue Aufgabe und den heimischen Sportverein 1892 am Seen-Duo platziert worden. Mit einem durchaus gezielt provokanten Augenzwinkern versucht Bürgermeister Christoph Schmidt (parteilos) damit aufs Tempo zu drücken. Denn die Bergbausaniererin ist der Taktgeber für die gewünschte Entwicklung an den beiden Nachbarseen, die aus ausgekohlten Alttagebauen entstanden sind. Mit Kalkmilch werden die sauren Gewässer jetzt behandelt. Und der Rathaus-Chef erklärt, dass die Stadt schrittweise, aber durchaus zügig Zwischennutzungen anschieben will. Die Basis dafür muss die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit der Sanierung schaffen.

Die Hafenmeisterei soll zunächst das Erste-Hilfe-Material des Wald- und des Seerettungspunktes aufnehmen, die hier zu etablieren sind. Im Auftrag des Landes Brandenburg sind zudem Experten damit betraut, den Seen regelmäßig Wasserproben zu entnehmen und die Brutinsel für geschützte Möwenarten zu betreuen. Der Container soll auch ihnen dienen.