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| 12:59 Uhr

Baustelle Gymnasium
Das Schul-Schiff ist jetzt trockengelegt

 Neu entstanden ist dieser Fahrradparkplatz vor dem Gymnasium. Rund 300 Zweiräder finden dort Platz.
Neu entstanden ist dieser Fahrradparkplatz vor dem Gymnasium. Rund 300 Zweiräder finden dort Platz. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Senftenberg. Am Senftenberger Gymnasium werden die neuen Außenanlagen eingeweiht. Innen geht es 2020 weiter. Von Torsten Richter-Zippack

Nasse Füße im Senftenberger Friedrich-Engels-Gymnasium gehören ab sofort der Vergangenheit an. Denn für die Einrichtung in Form eines großes Schiffes ist eine neue Entwässerung in Betrieb gegangen. Floss einst bei starken Niederschlägen das Wasser direkt ins Schulgebäude hinein, wird es jetzt über ein ausgeklügeltes System abgeleitet. Es strömt nunmehr zum städtischen Regenwasserkanal in der Hanseatenstraße. Sollte dieser die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können, verteilt sich das überschüssige Nass auf einer eigens neben der Turnhalle angelegten Freifläche. Im größten Notfall ginge dann das dort befindliche kleine Amphitheater unter Wasser. „Das Schulgebäude bleibt jedenfalls definitiv trocken“, stellt Christine Paulan vom Bau- und Hauptamt des OSL-Kreises klar.

Das sollte zwar auch in der Vergangenheit der Fall sein. Allerdings stand das Wasser nach Extremniederschlägen dann nicht nur in den Fluren des Schulgebäudes, sondern erreichte auch diverse Räume. Sogar Sandsäcke kamen im Notfall zum Einsatz, um größere Wasserschäden zu vermeiden. „Ursprünglich war vorgesehen, dass das Regenwasser einstigen Magerbeton versickert. Doch das funktionierte im Laufe der Zeit nicht mehr“, erinnert sich Paulan.

Neben der Regenentwässerung hat der Landkreis auch in neue Grünflächen und Fahrrad-Parkplätze investiert. Jetzt können die Schüler rund 300 Stellflächen nutzen. Hinzu kommt ein kleiner, neu angelegter Schulgarten. Insgesamt wurden in die Neugestaltung der Außenanlagen des Gymnasiums rund 1,1 Millionen Euro investiert, davon 610 000 Euro aus Fördertöpfen, rechnet Landrat Siegurd Heinze (parteilos) vor.

Indes werden ab kommendem Jahr erneut die Bauleute zum Gymnasium anrücken. „Von außen sieht das Gebäude noch richtig gut aus“, befindet Siegurd Heinze. „Doch innen weist es die schlechteste Qualität aller drei Gymnasien im Landkreis auf. Aus diesem Grund hat der Kreistag eine Summe von 3,7 Millionen Euro zwecks Sanierung freigegeben. „In rund drei Jahren wird man das Gymnasium nicht mehr wiedererkennen“, kündigt Heinze an. So sollen unter anderem die bisherigen offenen Raucher-Decks im eigentlichen Schulgebäude sowie in der Turnhalle geschlossen werden, damit künftig mehr Räume zur Verfügung stehen. Darüber hinaus, so zählt Christine Paulan auf, müsse in den Brandschutz, in die Sanierung der Innenräume und in die IT-Technik investiert werden.

Alle Arbeiten sollen erneut bei laufendem Schulbetrieb erfolgen. „Eine echte Herausforderung. Aber machbar“, kommentiert Schulleiter Eckhard Bethge. Insgesamt besuchen derzeit 630 Schüler das Friedrich-Engels-Gymnasium. Die Schule ist im Jahr 1974 gebaut worden. Zwischen 1995 und 2005 erfolgte die Komplettsanierung. Damals erhielt das Gebäude seine typische Schiffsform. Die Turnhalle wurde anno 2004 errichtet. Zuvor stand für den Sportunterricht lediglich eine Ruhlander Tonne zur Verfügung.