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| 17:53 Uhr

Kita-Not bringt das Amt Ruhland in Bedrängnis
Guteborns Kita braucht mehr Platz

Mit Erzieher André Hartfiel lassen es sich Guteborns Kita-Knirpse schmecken. Bald werden sie im Haus auch wieder mehr Platz zum Spielen haben.
Mit Erzieher André Hartfiel lassen es sich Guteborns Kita-Knirpse schmecken. Bald werden sie im Haus auch wieder mehr Platz zum Spielen haben. FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / STEFFEN RASCHE
Ruhland/Guteborn. Kapazitäten in den Kindergärten des Amtes Ruhland am Limit. Amtsausschuss auf der Suche nach Alternativen. Hortkinder ziehen ins „Haus der Begegnung“ um. Von Andrea Budich

Die Kita-Not bringt Ruhland samt der Amtsgemeinden in Bedrängnis. Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Kapazitäten in den Kindergärten zwischen Grünewald, Hohenbocka und Schwarzbach sind ausgereizt. Ein Ruhlander Phänomen dabei ist, dass es nicht die anhaltend hohe Geburtenrate ist, die den Bedarf in den Kindertagesstätten in die Höhe schnellen lässt. Vielmehr sind es die nicht unerheblichen Zuzüge von jungen Familien mit kleinen Kindern. Gerade bei Häuslebauern sind die in ländlicher Idylle gelegenen Dörfer in Autobahnnähe zunehmend gefragt. „Das ist nicht planbar und bringt das Amt trotz alle Freude über die Zuzüge in Bedrängnis“, so Ruhlands Amtsdirektor Roland Adler beim kleinen Krisengipfel zum Thema Kita-Kapazitäten vor fast einem Jahr.

Inzwischen hat das Amt die Weichen gestellt, um gegenzusteuern und auf den Engpass angemessen zu reagieren. Weil es in der Kita „Am Born“ in Guteborn besonders eng zugeht, gibt es einen Plan, den Platzmangel auch ohne Neu- oder Anbau dauerhaft in den Griff zu bekommen. Dafür soll das Haus der Begegnung bis zum Start des neuen Schuljahres für Hortkinder flott gemacht werden. Mit dem Umbau erhöht sich die Gesamtkapazität  der Kita Guteborn auf 115 Plätze. Das sind unterm Strich 30 zusätzliche Plätze im Kindergarten- und Krippenbereich. Die Hortkinder haben dann ihr eigenes Reich im Haus der Begegnung. Die entsprechenden Anträge dafür werden derzeitig vorbereitet. Das bestätigt Amtsleiterin Sylke Balzer. 

Für das Vorhaben stellt die Gemeinde Guteborn dem Amt Ruhland das Haus der Begegnung zur Verfügung. Ein Grundsatzbeschluss wurde dafür bereits gefasst. Ein Pachtvertrag zwischen Amt und Gemeinde ist indes noch nicht zustande gekommen. „Wir müssen jetzt umgehend mit der Gemeinde auf einen Nenner kommen“, bestätigt der amtieren Amtsdirektor Christian Konzak den Zeitverzug.