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Gute Winterrapsbestände in Großräschen

Günter Kockro prüft in der Gelbschale den Insektenbefall auf dem Rapsschlag bei Allmosen. Gegenwärtig ist dieser gering.
Günter Kockro prüft in der Gelbschale den Insektenbefall auf dem Rapsschlag bei Allmosen. Gegenwärtig ist dieser gering. FOTO: Kupfer/rkp1
Großräschen. Besonders auf den Sandböden in der Lausitz hängen die Erträge in der Landwirtschaft in entscheidendem Maße vom Wetter ab. Wichtig sind dabei die Startbedingungen für die Kulturpflanzen im Frühjahr, so die langjährigen Erfahrungen von Günter Kockro, Leiter der Pflanzenproduktion in der Agrargenossenschaft in Großrä schen. Rudolf Kupfer/rkp1

Bei Dauersonnenschein im April, nun schon 18 Tage hintereinander ohne Regen (5. bis 23. 4.), leichten Nachtfrösten und anhaltendem, windigen Wetter gab es bisher keine optimalen Wachstumsbedingungen. Die bereits einsetzende Frühjahrestrockenheit treibt dem 55-jährigen Landwirt die Sorgenfalten ins Gesicht. Er wartet, wie alle seine Berufskollegen im Süden des Landkreises auf den erlösenden Niederschlag.

Stolz präsentiert Kockro bei einer der regelmäßigen Kontrollen den heranwachsenden Winterraps auf einem 20 Hektar großen Schlag in Allmosen. Ein lückenlos, kräftig entwickelter Bestand verspricht gute Erträge, allerdings nur, wenn in den kommenden Tagen das nötige Himmelswasser kommt und wettermäßig weiterhin alles stimmig ist.

Die Blüte vom Winterraps setzte in diesem Jahr in Großräschen am 23. April ein. Die Dauer wird maßgeblich vom Wettergeschehen in den kommenden Tagen bestimmt. Eine lange Blühdauer ist sowohl für die Landwirte, als auch für die Imker wünschenswert und günstig.

Auf immerhin 120 Hektar Fläche bauen die Großräschener Winterraps an und erzielten in den vergangenen Jahren stabile Erträge um die 30 Dezitonnen je Hektar.

In aufgestellten Gelbschalen und in Abstimmung mit der zuständigen Behörde des Pflanzenschutzes in Cottbus wird ständig der Befall mit Schadinsekten, insbesondere des Rapsglanzkäfers, überprüft. Beim Auftreten dieser Insekten können ohne entsprechende Bekämpfung Ertragsausfälle bis zu 100 Prozent eintreten.

Die Sorgen der Imker, das im Winterraps eingesetzte Insektizide ihre Bestände gefährden, kann der Landwirt entkräften: " Bei uns werden nur bei Bedarf die amtlich zugelassenen, bienenungefährlichen Mittel (B 4) eingesetzt."

Seit Jahren hat Günter Kockro mit den Imkern aus nah und fern, die mit ihren Bienenvölkern auf Wanderschaft gehen, eine gute Zusammenarbeit entwickelt. Besonders nachgefragt sind dabei die Buchweizenflächen. Beim Winterraps könnten es noch einige mehr sein, so seine Einschätzung.

Über die trällernden Feldlerchen über dem Rapsfeld bei Allmosen freut sich Kockro. Er ist ein Landwirt, der aufs Engste mit den Kreisläufen in der Natur verbunden ist.