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Gute Signale für die Wohlfühl-Stadt am Großräschener See und die Dorfschönheiten

Die Hafen-Baustelle in der mächtigen Südböschung des Großräschener Sees schreibt beeindruckend Zukunftsgeschichte.
Die Hafen-Baustelle in der mächtigen Südböschung des Großräschener Sees schreibt beeindruckend Zukunftsgeschichte. FOTO: Stadt
Zum Jahreswechsel schaut die RUNDSCHAU auf das Jahr 2015 zurück und in das neue Jahr hinein. Heute mit Thomas Zenker (SPD), Bürgermeister der Stadt Großräschen.

Auf welche Erfolge dieses Jahres schauen Sie für Ihre Stadt mit besonderer Freude zurück?
Das Stadtbild hat sich weiter verbessert. Die Umgestaltung der stadtinneren Friedhofstraße war ein wichtiges Projekt im Sanierungsgebiet Innenstadt. Die Eröffnung des neuen Zahnarztgebäudes im Dezember als eine gelungene Privatinvestition war gleichzeitig ein guter Schlussstein für dieses Entwicklungsprojekt. Und der künftige Stadthafen von Großräschen nimmt weiter Konturen an. Die Hafenbaustelle im Trockenen entwickelt eine erfreuliche Anziehungskraft für viele Besucher des Lausitzer Seenlandes. Die rege private Bautätigkeit im gesamten Stadtgebiet einschließlich unserer Ortsteile ist ein gutes Signal. Viele Familien mit Kindern bauen oder sanieren an ihrem eigenen Domizil. Wir haben

33 Baugenehmigungen für Neu- oder Umbauvorhaben zu verzeichnen. Und unser Ortsteil Dörrwalde war Kreissieger im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Das Engagement der "neuen und alten" Dörrwalder für ihr Dorf, aber auch die städtische Dorfentwicklungsplanung aus den 1990er Jahren haben hier eine schöne Anerkennung gefunden. Der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres war das große Jubiläumsstadtfest "50 Jahre Stadtrecht Großräschen". Viele Vereine haben sich mit ihren Ideen eingebracht.

Welche Probleme konnten nicht oder nur zur Unzufriedenheit gelöst werden?
Der Großbrand an der "Sonne-Recycling-Anlage" war für die freiwilligen Feuerwehren der Stadt und der Region aber auch für die Einsatzleitung von Stadt und Landkreis eine enorme Herausforderung. Die Brandursache konnte durch die Ermittlungsbehörden bis heute nicht eindeutig festgestellt werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat als Reaktion auf das Brandereignis per Beschluss das Ziel festgelegt, dass die Anlage in der bisherigen Form mittelfristig geschlossen werden soll, da die Risiken und Lasten für die Anwohner und die Stadt auf Dauer nicht tragbar sind. Die zuständigen Landesbehörden und das Betreiberunternehmen haben hierfür leider keinerlei Unterstützung signalisiert.

Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Sie im neuen Jahr, und was wünschen Sie sich für deren Lösung?
Die Seestadt Großräschen will sich weiter als attraktiver Standort zum Wohnen, Arbeiten und Erholen entwickeln. Dazu sind gerade im Bereich des Wohnens für alle Altersgruppen interessante Privatinvestitionen in Vorbereitung. Hier hoffe ich auf eine erfolgreiche Realisierung.

Die Stadt selbst will durch umfangreiche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur die Stadtentwicklung voranbringen. Kinder- und Familienfreundlichkeit bleiben dabei ein wichtiger Schwerpunkt. Beispielhaft seien hier ein moderner Speiseraum an der Kindertagesstätte "Kunterbunt" und der Seespielplatz an der Rembrandtstraße genannt. Ich hoffe darauf, dass die vom Land avisierten Fördermittel planmäßig bereitgestellt werden.

Mit Thomas Zenker

sprach Kathleen Weser.