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Gute Halbzeitbilanz für Projekt

Senftenberg. Vertreter des Vereins "Kinderfreundliche Kommunen", der Stadtverwaltung Senftenberg sowie Kinder und Jugendliche haben das Halbzeitgespräch zur Umsetzung der Kinderrechte in der Stadt geführt. Der Nachwuchs ist gezielt nach seinen Erfahrungen gefragt worden.

Das teilt Uwe Kamp, der Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerks, mit.

Das Vorhaben "Kinderfreundliche Kommunen" ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Komitees für Unicef und des Deutschen Kinderhilfswerkes. Der Verein "Kinderfreundliche Kommunen" zeichnet Städte und Gemeinden aus, die für die lokale Umsetzung der Kinderrechte unter Beteiligung der in der Kommune lebenden Kinder und Jugendlichen verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln.

Im Jahr 2012 hat sich die Stadt Senftenberg um das Siegel beworben, "um das Thema Kinderfreundlichkeit noch stärker in den Fokus zu rücken und die Rechte von Kindern auf Schutz, Förderung und Beteiligung nach der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) auf lokaler Ebene umzusetzen", erklären die Partner weiter.

Andreas Fredrich (SPD), Bürgermeister der Stadt Senftenberg, blickt stolz zurück: "Vor zwei Jahren haben wir das Siegel verliehen bekommen. Und seitdem ist in unserer Stadt vieles an praktischen Aktionen und Maßnahmen realisiert worden." Die Palette reiche von Kinder-Stadtrundgängen, über den Kinderrechte-Koffer bis hin zu den Junior-Experten und den ‚SFBaumeistern‘. Auch das von der Stadt jährlich durchgeführte Kinderfest habe sich zu einem Besuchermagneten entwickelt. Viel sei also passiert in punkto Mitbestimmung und vor allem Mitspracherecht. "Eines ist aber sicher, wir werden nicht nachlassen und das Siegel auch in der nächsten Zeit immer wieder mit neuen Ideen und Aktionen untersetzten. Nicht zuletzt, um den Mädchen und Jungen der Stadt Senftenberg eine Perspektive für einen Verbleib in der Heimat bieten zu können", so Fredrich weiter.

Pia Yvonne Schäfer, Sachverständige des Vereins "Kinderfreundliche Kommune", erklärt: "Die Stadt Senftenberg hat bisher sehr engagiert die Maßnahmen aus dem Aktionsplan umgesetzt."

Die Halbzeitbilanz lasse sich sehen: Besonderen Wert habe die Stadt auf die Entwicklung der Kinder- und Jugendpartizipation gelegt. Auch wenn die als Maßnahme beschriebene Konzeption zur Beteiligung der Kinder und Jugendlichen noch nicht erstellt sei, würden die Erfahrungen aus Projekten zu dieser beitragen. Das bewährte Kinder- und Jugendparlament erhielt einen eigenen Jugendfonds, die Planungswerkstätten beziehen Kinder und Jugendliche beim Spielplatzbau ein, Junior-Experten unterstützen die Verwaltung als Stadtentdecker, in Schulen und Einrichtungen wird die Beteiligung ausgebaut. Besonders bemerkenswert sei ein Experiment ‚Kameradschaftlichster Schüler‘, bei dem sich die Kinder der Grundschulen an fünf Regeln halten, die sie selbst aufgestellt haben. "Es gibt guten Grund zur Annahme, dass die Stadt Senftenberg das gleiche Engagement für die zweite Hälfte der Umsetzung des Aktionsplans zeigen wird", sagt sie.

"Bei der Aufstellung des Aktionsplans zur Kinderfreundlichen Kommune haben wir unsere Ideen eingebracht und an der Umsetzung der Maßnahmen tatkräftig mitgewirkt", erzählt Sarah Herz, die Vorsitzende des Kinder- und Jugendparlaments. Im Juli werde ein Workshop zur Vorbereitung eines Verkehrsaktionstages stattfinden. "Diese Verkehrsaktion möchten wir gemeinsam mit der Polizei und der Kreisverkehrswacht sowie Kindern anderer Schulen und Vertretern des Senioren- und des Behindertenbeirates durchführen. Dabei möchten wir herausfinden, welche Gefahren in der Stadt und insbesondere auf den Schulwegen vorhanden sind", erklärt sie. Während der Kinderwunschzettelaktion in den Schulen haben Kinder geäußert, dass sie ihren Schulweg als nicht sicher empfinden.