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Gute Aufträge für Integrationswerkstatt

Senftenberg. Mit einer guten Auftragslage sind die Integrationswerkstätten Niederlausitz in das zweite Quartal 2015 gestartet. "Schon 2014 war für uns ein stabiles Jahr, daran konnten wir auch 2015 anschließen und gute Aufträge für unsere Mitarbeiter akquirieren", sagt Geschäftsführer Tino Jörke. Heidrun Seidel

Als vielfältiges Dienstleistungs- und Industrieunternehmen bieten die Integrationswerkstätten Leistungen in einer Wäscherei, in der Garten- und Landschaftspflege und mit Bauprodukten wie Fenster, Türen, Plissee und Markisen. Außerdem arbeiten die Menschen mit Behinderungen für größere Industrieunternehmen in der Auftragsmontage. So werden beispielsweise Stromzähler demontiert oder produzierte Einzelteile verpackt. Für derartige Aufträge, so sagt Tino Jörke, gibt es aus den verschiedenen Werkstätten eine große Nachfrage. Aufgrund der fehlenden industriellen Dichte in der Lausitz werden deshalb Aufträge bundesweit eingeholt, so von Tübingen über Mönchengladbach, von Potsdam bis Guben.

In den Niederlausitzer Inte- grationswerkstätten in Senftenberg und Lauchhammer werden 370 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen betreut. Sie lernen in der Beruflichen Bildung, arbeiten in der Produktion und können auch dort wohnen. Neue Werkstattbeschäftigte kommen entweder nach der Schule, nach einer Erkrankung oder einem Unfall in die geschützte Einrichtung. Das ist ab dem 17. Lebensjahr möglich, und gearbeitet werden kann bis zum 65. Geburtstag.

Für ein gutes Klima unter den Beschäftigten sorgt auch ein alle drei Jahre gewählter Werkstattrat, der aus fünf Mitgliedern - alles Menschen mit Behinderungen - besteht. Erst kürzlich hatte er zur Werkstattversammlung eingeladen und gemeinsam mit der Geschäftsführung langjährig Beschäftigte in der seit 1991 bestehenden Einrichtung geehrt. Dazu gehören für 20 Jahre Bärbel Günther, Christa Böttcher, Hartmut Malsyczyk, Bianca Winkler, Dennis Noack und für 15 Jahre Peter Flack, Jens Kraus und Jörg Oestreich.