| 12:11 Uhr

Grundsteinlegung für Millionenbau in Schwarzheide

Grundsteinlegung in Schwarzheide mit Bürgermeister Christoph Schmidt (l.).
Grundsteinlegung in Schwarzheide mit Bürgermeister Christoph Schmidt (l.). FOTO: jag
Schwarzheide. Für das Haus der Begegnung in der Wandelhof-Grundschule in Schwarzheide hat am Dienstagvormittag die traditionelle Grundsteinlegung stattgefunden. Am Standort entstehen bis 2018 ein neuer Speisesaal, ein Werkenraum mit Holz- und Töpferwerkstatt und neue Sanitäreinrichtungen. Jan Augustin

"Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der den generationsübergreifenden Austausch ermöglicht."

Am Standort entsteht bis zum Schuljahresbeginn 2018 eine Aula mit einer direkten Verbindung zur Turnhalle. Diese wird sowohl als Speisesaal dienen, aber auch für Schulfeste und sonstige Veranstaltungen zur Verfügung stehen. In diesem Zuge werden die sanitären Anlagen im Bereich der Turnhalle den modernen Standards angepasst. Außerdem bekommt das Gebäude einen Werkenraum mit Holz- und Töpferwerkstatt mit Brennofen sowie neue Räumlichkeiten für Kurse der Volkshochschule. Der Innenhof wird als grünes Klassenzimmer hergerichtet. In diesem Zusammenhang wird wegen des Grundwasserwiederanstieges die Haustechnikanlage der Schule aus den Kellerräumen in das Erdgeschoss verlegt.

In das Haus der Begegnung zieht auch die Seniorentagesstätte ein. Mit zwei Begegnungsräumen, eigener Austeilküche, einem Büro, eigenen behindertengerechten Sanitäreinrichtungen und einem überdachten Rollatorparkplatz findet sie dort ihre neue Heimat. Vom Innenhof wird es einen direkten Zugang zur Aula geben, sodass Aktivitäten jederzeit auch an der frischen Luft wahrgenommen werden können. Ergänzt wird das Angebot mit einer Elektrotankstelle für Elektromobile aller Art. Darüber hinaus bietet das Haus der Begegnung mit seinen barrierefreien Räumen zahlreichen Gruppen und Vereinen ein neues Domizil. Angeboten werden zahlreiche Kurse, Zirkel und Arbeitsgemeinschaften, Ausstellungen, Bildungsveranstaltungen und Räumlichkeiten für Feiern.

Das Investitionsvolumen ist knapp vier Millionen Euro groß. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei etwa 1,7 Millionen Euro. Der Rest wird aus Fördertöpfen von EU, Bund und Land geschöpft. Ein Großteil stammt aus dem Verwaltungsabkommen zur Finanzierung der Braunkohlesanierung.

Zum Thema:
Bei der Planung für das Haus der Begegnung entstand auch die Idee, diesem neuen Haus die Seele vom "Hans im Glück" einzuhauchen und im Innenhof die Skulptur dieser Märchenfigur zu errichten. Die Skulptur soll auch Ausdruck der vom Philosophen Ludwig Marcuse ausgeführten Deutung sein: "…man besitzt das Glück weder im Gold noch im Schwein noch im Stein. Vieles kann einen glücklich machen; aber kein Gut macht einen glücklich in jeder Beziehung." Diese schöne Idee hatte der Ehrenbürger der Stadt, Sokrates Giapapas, aufgegriffen und anlässlich seines 80. Geburtstages seine Gäste gebeten, ihm statt Blumen und Geschenken eine Spende für das Kunstprojekt "Hans im Glück" zu übersenden. Insgesamt sind mehr als 3000 Euro eingegangen, die nach Fertigstellung des neuen Hauses für die Skulptur im Innenhof Verwendung finden.