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Grundbruch hält erneut Gefahr vor Augen

Lauchhammer.. In das Sanierungsgebiet zwischen Lauchhammer-Nord und Grünewalde „verirren“ sich immer wieder Wanderer und Neugierige. Sie sollten es lassen. Fotos: Rasche

Nachdem im Februar ein Bagger bei Sanierungsarbeiten samt Erdmassen in den Koloniesee (Restloch 99) gerutscht war, ereignete sich unlängst auch am benachbarten Ostteich des Kranichsees (Restloch 75) ein kleiner Grundbruch. Ein Teil der Füllmassen, mit denen der Teich geschlossen wird, hatten sich an der Schüttkante verselbstständigt. Für Mensch und Technik bestand keine Gefahr. Sie hatten genügend Abstand.
Dennoch wurde ein Experte gerufen. Frank Stabunke, unabhängiger Sachverständiger im Auftrag der LMBV, sprach von einem „nicht meldepflichtigen Ereignis“ . Dennoch bleibe das Areal unter Kontrolle. Im Ostteich liegen dicke Schichten Schlamm und Kohle-trübe. Diese gaben unter der Last der aufgeschütteten Massen nach einem Initial nach. „Die Verbote zum Betreten des Gebietes sind absolut einzuhalten“ , warnt der Sachverständige vor dem Hintergrund dieser kleinen Rutschung. Ehe die Rüttler durch das ausgedehnte Altbergbau-Gelände gezogen sind und alles übergabefein saniert ist, werden noch Jahre vergehen.
Bis Ende 2005 verdichtet die Rüttellanze umlaufend den Koloniesee am Ortsrand Grüne-walde. Der Sperrbereich reicht dort bis in die Koppel des Rinderhofes hinein. Erst wenn der Rütteldamm steht, kann Entwarnung gegeben werden. Das Zutrittsverbot bleibt natürlich. Messungen haben ergeben, dass die vom Tiefenverdichten ausgehenden Schwingungen keine Gefahr für die Gebäude darstellen. (mf)