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Grünewalder Tradition geht erfolgreich weiter

Michael Siering vom HSV Senftenberg schreibt zur Problematik des Hallenbodens in der Senftenberger Niederlausitzhalle: Im Rahmen der Bürgerfragerunde des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Sport am 6. März hatte der Handballsportverein Senftenberg auf Einladung des Sozialausschusses die Möglichkeit, seine Sicht zur kritischen Situation des Hallenbodens in der Senftenberger Niederlausitzhalle darzulegen.

Vereinsvorsitzender Uwe Treuger umschrieb die Situation mit mehr als kritisch. Der Handballverband Brandenburg droht mit einer Sperrung der Spielstätte zur kommenden Saison 2014/2015, also ab September dieses Jahres. Der Hallenboden birgt Verletzungsrisiken, die einen gesicherten Handballsport unmöglich machen. Durch die Mehrfachnutzung bei Events, durch Messen etc. nehme der Boden weiteren Schaden, ein bis dato erfolgtes Flickwerk stellt keine dauerhafte Lösung dar.

Vorstandsmitglied Michael Siering unterlegte die Situation des Vereins mit konkreten Zahlen. Derzeit trainieren beim HSV Senftenberg ca. 130 Mitglieder, davon etwa 90 Kinder-und Jugendliche, die sich aktiv derzeit in drei Spielklassen aufteilen. Durch die Sperrung der Halle würde der Spielbetrieb sofort eingestellt werden müssen. Eine kurzfristige Ausweichlösung, z.B. in die Sporthalle Calauer Straße, wie sie vom Ausschuss favorisiert wird, ist für den Verein auch keine Alternative. Eine deutlich geringere Zuschauerzahl (der Schnitt in der Niederlausitzhalle lag 2013 bei ca. 150 Zuschauern) und fehlende Werbeeinnahmen (Werbeverträge über Bandenpräsentationen könnten nicht mehr erfüllt werden) würden einen aktiven Spielbetrieb unmöglich machen.

(. . .) Die Entscheidung des Finanzausschusses über eine Nichtfinanzierung des neuen Hallenbelages traf die Handballer der Kreisstadt schwer. Zumal es bereits mit dem Betreiber der Sportstätte, dem TSV Senftenberg, gute Lösungsvorschläge gibt. Das Gremium des Sozialausschusses sagte den Sportlern einen neuen Besichtigungstermin vor Ort zu. Ein letzter Funken Hoffnung für einen Traditionssport in Senftenberg, damit für den Verein im September nicht technisch und finanziell bedingt die Lichter ausgehen.

Ein Abend über eineganz besondere Frau

Renate Hensel schreibt zur Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu Ehren von Maria Grollmuß:

Es war ein außergewöhnlicher Erinnerungsabend. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Senftenberg würdigte im Rahmen der Philosophieabende anlässlich der 24. Brandenburgischen Frauenwoche eine Frau, die zu ihrer Zeit den Mut hatte, sich vorbehaltlos in die Politik einzumischen und die ihr freiheitliches Denken uneigennützig lebte. Maria Grollmuß (1896-1944), Sorbin, katholische Christin, Sozialistin, Lehrerin, studierte Soziologin, promovierte Philosophin, Frauenrechtlerin und Widerstandskämpferin gehört zu den mutigen Frauen, die in kein Schema passt.

Als gläubige Katholikin war sie auf der Suche nach Gerechtigkeit, sozialdemokratischen und sozialistischen Kreisen nicht nur ideell, sondern auch in ihrem Wirken eng verbunden. Die Welt der Nazis lehnte sie ab, arbeitete illegal bei der Verbreitung von Flugschriften und der Rettung Verfolgter. Aufgrund ihres Kontaktes zu Widerstandsgruppen wurde sie 1934 verhaftet, des Hochverrats angeklagt und zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Inhaftierung in Dresden und Waldheim folgte das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, für die sensible Intellektuelle die größte Demütigung. Ihr christlicher Glauben und ihre Überzeugung, dass nur eine sozialistisch geprägte Gesellschaft Menschlichkeit ermöglicht, versetzte sie in die Lage, mit der Kraft des Wortes den Inhaftierten Stärke zum Überleben zu geben. Als Spitzel in sorbischen Widerstandgruppen zu arbeiten und sich damit freizukaufen, kam für sie nicht infrage. (. . .)

Grünewalder Traditiongeht erfolgreich weiter

Günter Erler aus Grünewalde schreibt zum Erfolg der traditionsreichen Vortragsreihe Kunst - Kultur - Natur:

Seit mehr als neun Jahren organisiert der Heimatverein Grünewalde zusammen mit der Volkssolidarität die interessante Vortragsreihe Kunst - Kultur - Natur. Die Themen sind sehr vielseitig: Lichtbildervorträge z.B. über Island, Neuseeland und Kenia wechseln sich ab mit Diskussionsrunden über den Kranich und das Naturparadies Grünhaus, Versicherungsfragen, gesunde Ernährung, Präventionsmaßnahmen, erläutert durch die Polizei, Dorfklatsch und Geschichten über Grünewalde und das Ländchen. Erst neulich weilte die Forstinspektorin Simone Streubel im Vereinshaus und sprach zum Thema Wald und Wild in unserer Region. Vor vollem Haus referierte sie mit großer Sachkenntnis u.a. über Probleme des Holzeinschlags und die Wiederaufforstung, aber auch über den Wolf und den Waschbären in unserer Gegend. Die Planungen von Heimatverein und Volkssolidarität für weitere Vorträge gehen jetzt schon bis in den November hinein.