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| 12:55 Uhr

Natur
Grünewalder Storch ist wieder gelandet

Pünktlich landete der erste Storch auch in diesem Jahr wieder am Sonntag auf dem Storchennest in Ortsteil Grünewalde.
Pünktlich landete der erste Storch auch in diesem Jahr wieder am Sonntag auf dem Storchennest in Ortsteil Grünewalde. FOTO: Mirko Sattler
Grünewalde. Am Sonntagabend ist der erste Storch auf seinem Horst in Grünewalde gelandet. Darüber freut sich das ganze Dorf. Doch es gibt auch Sorgen. Von Torsten Richter-Zippack

Die Uhr zeigt 19.30 Uhr am Sonntagabend, als Manfred Bock aus seinem Badfenster an der Straße zum Lauch schaut. „Da war unser Storch plötzlich da“, erzählt der Grünewalder. Auf dem elf Meter hohen Gittermast, rund 200 Meter vom Haus der Bocks entfernt, war der Rotstrumpf gelandet. „Fast zeitgleich wie vor zwölf Monaten“, berichtet „Storchenvater“ Manfred Bock, auf dessen Grundstück sich der Horst befindet. Der Vogel befinde sich trotz der langen Reise und des kalten Wetters optisch in gutem Zustand. „Wenn alles klappt, dürfte zu Ostern sein Weibchen eintreffen“, sagt Bock. Im Schnitt dauere es acht Tage, bis auch die Gefährtin im Dorf am Lauch eintrifft.

Ortsvorsteher Reinhard Lanzke freut sich ebenfalls über die Rückkehr der Grünewalder Bewohner auf Zeit: „Die Ankunft der Störche ist ein sicheres Zeichen, dass der Frühling kurz bevor steht. Die Nachricht hat sich schnell im Dorf verbreitet.“ Lanzke ist sehr froh, dass sich die Vögel im Ort so wohlfühlen. „Und das trotz des vielen Maisanbaus.“ Längst könnten die Tiere aufgrund der großflächigen Monokulturen kaum mehr auf den angrenzenden Flächen nach Futter suchen. „Meistens müssen sie in Richtung des mehrere Kilometer entfernten Seewaldes fliegen“, ergänzt Manfred Bock. Die einst feuchten Senken nahe dem Dorf seien in Ackerland verwandelt worden.

In Grünewalde lebt der Storch bereits seit dem Jahr 1975. Zunächst befand sich der Horst auf dem Giebel des alten Schulhauses, später auf einer alten Ulme und heute auf dem Gittermast bei Familie Bock. Rund 50 Meter entfernt befindet sich die Infotafel, auf der alle jährlichen Erstankünfte der Rotstrümpfe sowie die Anzahl der ausgeflogenen Jungvögel vermerkt sind. An das vergangene Jahr hat Familie Bock gute Erinnerungen. „Damals sind alle drei Jungvögel gesund und munter ausgeflogen“, weiß Manfred Bock. „Hoffen wir, dass auch 2018 alles glatt geht.“ Und Reinhard Lanzke hat das Ankunftsdatum 2018 bereits am Montag eingetragen.