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| 18:51 Uhr

Abfallverband investiert Millionen für Bio-Kompostieranlage in Freienhufen
Grünes Licht aus Großräschen für neue Bio-Kompostieranlage

Blick aus der Luft auf das Industrie- und Gewerbegebiet Sonne in Freienhufen. Gleich mehrere dort ansässige Betriebe benötigen eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Der Abfallverband „Schwarze Elster“ ist einer davon.
Blick aus der Luft auf das Industrie- und Gewerbegebiet Sonne in Freienhufen. Gleich mehrere dort ansässige Betriebe benötigen eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Der Abfallverband „Schwarze Elster“ ist einer davon. FOTO: Stadt Großräschen / Kiesel/Stadt Großräschen
Freienhufen . Nach einstimmigem Votum der Stadtverordneten kommt wieder Bewegung an die Freienhufener Müllfront: 24 000 Tonnen Bioabfälle sollen dort kompostiert werden. Von Andrea Budich

Diese Entscheidung haben sich Großräschens Stadtverordnete alles andere als leicht gemacht: Auf dem Gelände  der Müllsortierung des Abfallverbandes „Schwarze Elster“ in Freienhufen darf aus kommunaler Sicht ein groß angelegtes Zentrum für Bioabfälle entstehen. Nach mehrmonatigen Diskussionen zu notwendigem Verbesserungsbedarf in den Antragsunterlagen, Vor-Ort-Begehungen und sogar einer Recherchefahrt zu einer vergleichbaren Kompostieranlage nach Heppenheim in Hessen steht seit der jüngsten Stadtverordneten­versammlung fest: Es darf mit dem Segen der Stadt Großräschen gebaut werden. Damit hat das Parlament zugleich einer Ausnahme für die bestehende Veränderungs­sperre im Industrie- und Gewerbegebiet Sonne zugestimmt.

Eine weitestmögliche Reduzierung der Geruchsbelästigung für die Freienhufener Anwohner hat in der schwierigen Entscheidungsfindung immer im Mittelpunkt gestanden. Deshalb haben die Abgeordneten nur einer komplett geschlossenen Kompostierungsanlage zugestimmt. Selbst das Beladen der Container soll im Regelfall innerhalb der Rottetunnel-Halle erfolgen. Das hat Verbandsvorsteher Dr. Bernd Dutschmann noch unmittelbar vor der Abstimmung im Parlament dem Freienhufener Ortsvorsteher Karl-Heinz Wahren (CDU) in die Hand versprochen. Den Wunsch des Dorfbeirates, dass am Standort Freienhufen nur der Biomüll aus dem Verbandsgebiet landet, kann Dutschmann jedoch nicht erfüllen. Die Kompostieranlage ist für 24 000 Tonnen ausgelegt. „Diese Kapazität soll auch ausgelastet werden“, dämpfte Dutschmann die Erwartungen auf Mengenreduzierung.