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Großvermieter baut Barrieren ab

Senftenberg. Das Durchschnittsalter der Mietshaus-Bewohner der Kommunale Wohnungsgesellschaft (KWG) Senftenberg steigt. Die betagten Leute aber wollen möglichst lange selbstbestimmt wie bisher in den eigenen vier Wänden leben. Kathleen Weser

Der Großvermieter investiert deshalb gezielt. Das bestätigt Geschäftsführer Roland Osiander. "Wenn möglich, bauen wir Barrieren ab und gestalten die Wohnungen gerade auch für ältere Mitbürger. Den schrittweisen Einbau von Aufzügen und schwellenlose Wohnungen sind auch für die Vermarktung bedeutsam", erklärt er. Für einen komfortablen Alltag der stark alternden Mieter werden auch Partner gewonnen: unter anderem die Volkssolidarität. Ein gemeinsames Projekt startet: "Wir beginnen im September mit dem Umbau der Gewerberäume im Erdgeschoss der Briesker Straße 2 in Senftenberg, damit die Volksolidarität als künftiger Neumieter eine teilstationäre Tagespflegeeinrichtung einrichten kann", so Osiander. Dafür werden die Räume und der Zugang komplett barrierefrei umgestaltet.

Für Heike Möller, die Geschäftsführerin des Regionalverbandes Südbrandenburg der Volkssolidarität, ist das ein Weg, nah an die Menschen mit Bedürfnissen nach Hilfe heranzurücken. Neben sozialen Dienstleistungen betreibt die Volkssolidarität auch eine Begegnungsstätte in Senftenberg. "Gemeinsam und nicht einsam steht dabei vor allem der positive Einfluss auf die psychische Gesundheit im Mittelpunkt", sagt sie.