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Großräschen setzt in "Alma" auf die schönen Töchter

Bei "Almas"-Straßennamen ist eine Prise Poesie im Spiel.
Bei "Almas"-Straßennamen ist eine Prise Poesie im Spiel. FOTO: Rasche/str1
Großräschen. Ins Wohngebiet "Alma" am Großräschener See ziehen jetzt die schönen Töchter der einstigen Glashüttenbesitzer ein. Der Kurze Weg soll umbenannt werden in die Antonienstraße. Andrea Budich

Antonia hat dabei nicht zuletzt auf Wunsch der Bauherren der Magdalena den Rang streitig gemacht.

Es gibt kreisweit keine andere Wohnsiedlung, die so boomt wie "Alma" in Großräschen. Ein Haus nach dem anderen wird dort hochgezogen. Sieben Grundstücksverkäufe gab es allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Die Käufer kommen aus der gesamten Lausitz, aber auch bis aus Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Mit der Erfolgsgeschichte des sich immer weiter entwickelnden Wohngebietes wächst für die Stadtväter der Handlungsdruck, Namen für die neuen Stichstraßen entlang der Baugrundstücke zu finden.

Dabei auf die Vornamen der schönen Töchter der einstigen Glashüttenbesitzer zu setzen, hat im Bauausschuss eine große Mehrheit gefunden. Die damalige Antonienhütte war später das Gleichrichterwerk, das gleichfalls zur Stadtgeschichte gehört. Der bisherige Kurze Weg soll daher in Antonienstraße umbenannt werden.

Den wohlklingenden Namen Ilse haben die Ausschussmitglieder wohlweislich aussortiert. Er steht für das seinerzeit größte Bergbauunternehmen der Region und soll aufgespart bleiben für ein großes Projekt wie den Haupterschließungsweg am Großräschener See. Der Außenring der Wohnsiedlung behält seinen Namen Almastraße. Auch in der Viktoriastraße bleibt alles beim Alten.

Stadtparlament Großrä schen tagt am heutigen Mittwoch, 18 Uhr, im Kurmärkersaal