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| 02:45 Uhr

Großräschen schenkt ersten Seenland-Wein aus

Zwei Kenner prüfen die Qualität des Großräschener Pinotins, der zwölf Monate im Eichenfass auf dem Weingut Schloss Proschwitz gereift ist. Nach dem ersten Schluck sind sich Winzer Andreas Wobar (r.) und Reiner Christoph als rechte Hand des Kellermeisters einig: der Rote aus dem Barrique präsentiert sich weich mit langem Abgang.
Zwei Kenner prüfen die Qualität des Großräschener Pinotins, der zwölf Monate im Eichenfass auf dem Weingut Schloss Proschwitz gereift ist. Nach dem ersten Schluck sind sich Winzer Andreas Wobar (r.) und Reiner Christoph als rechte Hand des Kellermeisters einig: der Rote aus dem Barrique präsentiert sich weich mit langem Abgang. FOTO: Steffen Rasche/str1
Großräschen. Drei Traubensorten, vier Weine, ein Name. "WeinWobar vom Großräschener See" kredenzt am Samstag bei der Jungweinprobe auf den IBA-Terrassen die jungen Weine des Jahrganges 2015. Neu zur Kollektion gehören der über ein Jahr im Eichenfass gereifte rote Pinotin und der Cabernet Blanc. Andrea Budich

Ein zarter Hauch von Pfirsich, Sternfrucht und Zitrone beim Solaris, eine leicht würzige Paprika-Note in der Nase beim Cabernet Blanc und der Geschmack von roten Kirschen und schwarzen Beeren beim Pinotin - so schmecken die Großräschener Weine, so schmeckt das Lausitzer Seenland. Der erste Jahrgang hat im Vorjahr den Geschmackstest so gut bestanden, dass die am steilsten Weinberg Brandenburgs gereiften Tropfen schon zu Weihnachten vergriffen waren. Jahrgang Nummer 2 von 2015 kommt bei der Großräschener Jungweinprobe am Sonnabend erstmals ins Glas. Zum Solaris und Pinotin aus dem Vorjahr gesellt sich dann erstmals der Cabernet Blanc und damit die dritte am Großräschener Weinhang angebaute Traubensorte. Mit seinen unglaublichen 103 Grad Öchsle ist im Weinkeller von Schloss Proschwitz ein besonders gehaltvoller Tropfen herangereift. Kellermeister Jacques du Preez zeigte sich bei einer ersten Verkostung begeistert. "Ein Spitzenwein, der dem Vergleich mit renommierten Anbaugebieten locker standhält", so sein Fachurteil zum Großräschener Wein mit Spätlese-Qualität. Winzer Andreas Wobar ist da viel bescheidener und bittet die Seenland-Besucher, sich selbst ein Urteil zu bilden. Die Gelegenheit dafür bietet die offene Jungweinprobe. Die grüne, würzige Note, die an Paprika erinnert, und der cremige Schmelz beim Abgang kann dann mit Blick auf den sich füllenden Großräschener See erschmeckt werden.

Premiere hat bei der Jungweinprobe auch der im Eichenfass gereifte Pinotin aus dem Jahrgang 2014. Der Rote ist länger als ein Jahr bei stabilen 12 Grad im Meißner Weinkeller gereift. "Auf diesen rubinroten, sanften Tropfen kann Großräschen stolz sein", spart Qualitätsmanager Reiner Christoph vom Weingut Prinz zur Lippe als rechte Hand des Kellermeisters nicht mit Lob.

Was den Großräschener Wein für Kenner so besonders macht, ist seine Steilhanglage am Großräschener See. Er speichert die Wärme, die die Trauben an den 5000 Rebstöcken über den Sommer aufsaugen und so vergleichsweise sehr hohe Mostgewichte erreichen. Auch der Solaris hatte im Vorjahr bei der Lese 93 Grad Öchsle.

Mit dem im Seenland gereiften Wein wird in der neuen Urlaubersaison auch fürs Lausitzer Seenland Werbung gemacht. Zur neuen Seenland-Wein-Edition gehören der weiße Solaris und der rote Pinotin - jeweils mit limitiertem Segelboot-Etikett. Zu den Seenlandtagen am Wochenende sind die besonderen Flaschen erstmals zu haben.

Die neue Weinsaison, für Landwirt Andreas Wobar ist es die Fünfte, ist am Berg unter den IBA-Terrassen indes schon wieder am Laufen. Im milden Winter sind keine Knospen erfroren. Nach dem Rebschnitt im Februar und März hat der Winzer mit seinen Helfern die Reben in Bogenform am Drahtgestell fixiert. Mit der ersten warmen Frühlingssonne stehen die Stöcke wieder gut im Saft, die Knospen sind schon ordentlich angeschwollen. Die langsam austreibenden Rebstöcke machen den Winzer aber auch unruhig. Er hofft, dass die Eisheiligen im Mai seinen Reben nicht allzu arg zusetzen.

Zum Thema:
Die Großräschener Jungweinprobe findet am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr auf Terrasse 3 der IBA-Terrassen statt. Der Eintritt ist frei. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden dabei: der Solaris, der Cabernet Blanc und der Pinotin aus dem Weinjahr 2015. Premiere hat auch der Pinotin aus dem Jahr 2014, der im Eichenfass gelagert wurde. Die Weine werden alle sortenrein im Meißener Weinhaus Prinz zur Lippe ausgebaut. Vorgestellt wird auch die limitierte Seenland-Edition im Geschenkkarton - das erste Präsent direkt vom Großrä schener See. Um 14 und um 16 Uhr finden Weinbergführungen für Gruppen bis 20 Personen mit dem Winzer zum Thema Rebschnitt statt. Bei einem Weinquiz können Weinpreise gewonnen werden. Hauptpreis ist der Seenland-Wein im Geschenkkarton. Kontakt: IBA-Terrassen, Telefon 035753 26111, www.iba-terrassen.deInformation zu den Weinen: www.weinbauwobar.de

Winzertochter Angela Wobar inmitten der Pinotintrauben bei der ersten Lese 2014. Der Wein wird am Samstag ausgeschenkt.
Winzertochter Angela Wobar inmitten der Pinotintrauben bei der ersten Lese 2014. Der Wein wird am Samstag ausgeschenkt. FOTO: Budich