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| 11:46 Uhr

Seenland 100
Mehr Starter als erwartet bei Weinlauf-Premiere

 Beim ersten Weinlauf am Wochenende schenkte Winzer Andreas Wobar den Athleten den Wein persönlich ein.
Beim ersten Weinlauf am Wochenende schenkte Winzer Andreas Wobar den Athleten den Wein persönlich ein. FOTO: Mirko Sattler
Großräschen. Zum ersten Mal hat in Großräschen ein Weinlauf stattgefunden. Die Zeit war dabei zweitrangig. Von Mirko Sattler

Damit haben die Veranstalter nicht gerechnet. Zum ersten Weinlauf  in der Seestadt sind doppelt so viele Starter angereist als ursprünglich erwartet. Nach Angaben von Mitorganisatorin Dr. Cornelia Wobar haben sich 424 Athleten angemeldet.

Über fünf Kilometer geht es vorbei am Hafen, dem Wohngebiet Alma, am Weinberg sowie an der Seebrücke. „Die Teilnehmer kommen nicht nur aus Großräschen selbst, sondern aus der weiteren Umgebung von Berlin über Dresden bis nach Leipzig. So haben wir die Möglichkeit, unser schönes Großräschen zu zeigen“, sagt Winzer Dr. Andreas Wobar.

Initiiert wird der Lauf vom Förderverein für das Haus der Landwirtschaft und dem Großräschener Weinbau zusammen mit dem Veranstalter der Breitensportveranstaltung Seenland 100.  Der Clou bei diesem Lauf: Jeder Starter erhält ein T-Shirt und ein Weinglas ausgehändigt. „An drei Stationen haben die Läufer die Möglichkeit, unseren Wein des Jahrganges 2016/2017 zu probieren. Und das gleich von drei verschiedenen Weinen. Wer will, kann zudem  noch ein isotonisches Getränk und kleine Käsewürfel zu sich nehmen“, so Wobar weiter.

Obwohl es ein Fünf-Kilometer-Lauf ist, der schon spektakulär mit Feuerwerksfontänen beginnt, nehmen es viele der Starter mit der Zeit nicht so genau. Sie gehen die Distanz gemütlich an. Beim Weinlauf wird ohnehin nicht die Zeit gemessen. Gut 80 Prozent der Teilnehmer münzen den Lauf in eine Wanderung um.  Einige lassen den Wein links liegen. Doch es gibt auch manche, die gern den edlen Tropfen probieren. „Der Wein reicht für gut 500 Teilnehmer. Insgesamt stehen 250 Flaschen  der Sorten Johanniter, Cabernet blanc und Solaris zur Verfügung. Wer will, kann natürlich auch ein zweites Gläschen trinken“, sagt Winzer Wobar weiter.

Romy und Reiko Rübesan nutzen die Möglichkeit und probieren den Johanniter. „Wir haben noch nie so etwas mitgemacht. Überall gibt es Weinproben. Für uns ist der Weg das Ziel“, sagen die beiden Berliner, die einen Tag später bei Seenland-100-Halbmarathon starten wollen. Juliane Streuber, Eileen Busse und Daniel Towitschke aus Berlin finden es cool. „Für uns ist es der erste Weinlauf. An jeder Station kann das Getränk probiert werden. Bis eben sind wir noch auf Zeit gelaufen, doch nun ist es damit vorbei“, scherzen die Mitdreißiger, als sie persönlich vom Winzer den Wein eingeschenkt bekommen. Juliane Streuber startet am Sonntag im Halbmarathon und Eileen Busse sowie Daniel Towitschke  beim Run & Bike.

Etwas abgekämpft kommt Bettina Oestreicher bei der letzten Verpflegungsstation an. „Es ist sehr anstrengend, den Berg zur Victoriahöhe hinauf zu bewältigen. Aber es ist wunderschön und die Umgebung einmalig“, sagt die 45-Jährige aus Cottbus, die seit Januar ihren guten Vorsatz in die Tat umsetzt. Zweimal in der Woche läuft sie  mit Gabi Franke. Übrigens: Alle Teilnehmer, die trotz des Weines das Ziel des Laufes erreichen, erhalten eine Medaille in Form einer eleganten Weinrebe.
Schon am Freitagabend hatte eine Weinwanderung in Großräschen stattgefunden. Insgesamt 54 Teilnehmer lauschten den Worten des Winzers und erfuhren mehr über den Weinberg mit seinen völlig unterschiedlichen Sorten. Aufgrund des aufziehenden Gewitters führte die Wanderung nicht ursprünglich bis zur Victoriahöhe, sondern fand oberhalb der IBA-Terrassen ihren würdigen Abschluss.

 Beim Weinlauf schenkte Winzer Andreas Wobar den Athleten den Wein persönlich ein.
Beim Weinlauf schenkte Winzer Andreas Wobar den Athleten den Wein persönlich ein. FOTO: Mirko Sattler