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| 13:53 Uhr

Teilnehmerrekord beim Städtebaufördertag
Großräschen legt noch eine Schippe drauf

Und es werden immer mehr. Mit 130 Teilnehmern verzeichnete die Großräschener Ausführung des bundesweit durchgeführten Tages der Städtebauförderung einen neuen Besucherrekord. Zu den Stationen, die bei einer gemeinsamen Ausfahrt angesteuert wurden, zählte der Markt, auf dem Bürgermeister Thomas Zenker die Teilnehmer begrüßte.
Und es werden immer mehr. Mit 130 Teilnehmern verzeichnete die Großräschener Ausführung des bundesweit durchgeführten Tages der Städtebauförderung einen neuen Besucherrekord. Zu den Stationen, die bei einer gemeinsamen Ausfahrt angesteuert wurden, zählte der Markt, auf dem Bürgermeister Thomas Zenker die Teilnehmer begrüßte. FOTO: Uwe Hegewald
Großräschen. Rekord beim Städtebaufördertag: 130 Interessierte nutzen die Info-Fahrten mit der Seeschlange und einem Oldtimer-Omnibus.

„Ein Jahr ist schnell vorüber“, schmachtete die Münchener Freiheit vor 30 Jahren durchs Radio. Wie schnell ein Jahr vorüber ist, konnten Teilnehmer der Stadtrundfahrt anlässlich des vierten Tages der Städtebauförderung in Großräschen erleben. Stete und konsequente Stadtentwicklung ist die „Großräschener Freiheit“, die sich die Kommune im Lausitzer Seenland gönnt und die sie vorantreibt. 130 Interessierte zählte Stadtsprecherin Kati Kiesel zum gemeinsamen Ausflug und war gut beraten für diesen zwei Seeschlangen von Aktiv-Tours Hoika zu buchen sowie einen legendären Omnibus Skoda 706, Baujahr 1959. Mit Axel Pahl (Leuthen) hatte eine Busfahrerlegende hinter dem Lenkrad des 160-PS-Boliden aus Cottbus Platz genommen, um seine Passagiere von Station zu Station zu chauffieren.

Erstmals führte der Großräschener Tag der Städtebauförderung aus der Kernstadt hinaus. „Wir wollen uns auf unserer Tour auch das Bürgerhaus in Freienhufen anschauen und dürfen gespannt auf die Ausführungen von Ortsvorsteher Karl-Heinz Wahren zum Gebäudekomplex sein“, kündigte Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) vor Reiseantritt an. Positiv: Mit dem Einzug der Musikschule ins Bürgerhaus, seiner hochmodernen Sporthalle oder dem Spielearchiv zieht es regelmäßig Leute ins ehemalige Schulgebäude. Karl-Heinz Wahren verknüpft mit dem Spielearchiv sogar persönliche Glücksmomente. „Bei neun Enkelkindern weiß man ein Angebot wie das Spielearchiv zu schätzen“, so der Ortsvorsteher.

Bürgermeister Thomas Zenker, Bauamtsleiter Max Heyde und Pressesprecherin Kati Kiesel „fütterten“ ihre Mitreisenden während der Fahrt mit Zusatzinformationen über aktuelle und nahende Vorhaben. So sei man im „Haus der Caritas“ – ehemals Kultgaststätte „Lausitz“ mit den Umbauarbeiten in vollem Gange, aber auch bei der Ausgestaltung der Alma-Siedlung auf der Zielgeraden eingebogen. Bis auf zwei Grundstücke seien dort alle Areale verkauft. Um Eigenheimbauern auch weiterhin attraktive Bauflächen anzubieten, gewinne das Wohnfeld „Am Hugoschacht“ zunehmend an Bedeutung. Das Terrain befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum DRK-Seniorenwohnpark in der Wilhelm-Pieck-Straße, wo in den kommenden Monaten rege Bautätigkeiten anstehen. „Wir investieren in die Erweiterung dieses Standortes mit einem neuen stationären Teil rund 10,5 Millionen Euro“, so Christian Raum, Einrichtungsleiter im DRK-Seniorenwohnpark.

Als nahezu abgeschlossen gilt die bauliche Entwicklung im Stadtzentrum, wo vor drei Jahren eine Wanderung zum Tag der Städtebauförderung erfolgte. „Jüngstes, abgeschlossenes Projekt ist die Pizzeria, die vor vierzehn Tagen wiedereröffnet hat. Das Gasthaus ist nach der Innensanierung nicht mehr wiederzuerkennen“, teilt Kati Kiesel mit. Gehör fand die Stadtsprecherin ebenso für ihre Ausführungen zum Rückbau der Hochspannungsleitung in der Nordstadt sowie zum verwaisten Penny-Markt.

Im Gewerbegebiet „Woschkower Weg“ stünden die Zeichen indes auf Weiterentwicklung. Hier schlage das wirtschaftliche Herz der Stadt Großräschen, zitierte Kati Kiesel ihren Rathauschef.

Hafen und IBA-Terrassen bildeten den finalen Abschluss des Ausfluges, der zum Tag der Städtebauförderung anno 2019 auch in Großräschen seine Fortsetzung finden dürfte. Wird es dann wieder mit Seeschlangen und nostalgischem Omnibus auf Tour gehen? Oder vielleicht erstmals mit einem Schiff? Kati Kiesel kann diese Frage noch nicht beantworten. Nur eines wissen die Tour-Organisatoren um den einladenden Bürgermeister: Ein Jahr ist schnell vorüber.

In den Anbau der Kita Kunterbunt durften Mitreisende noch vor der offiziellen Einweihung einen Blick werfen.
In den Anbau der Kita Kunterbunt durften Mitreisende noch vor der offiziellen Einweihung einen Blick werfen. FOTO: Uwe Hegewald