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| 02:55 Uhr

Großkmehlener Heimatverein punktet auch mit Erotik

Die Schauvorführungen gehören zum Spektakel, das der Heimatverein auf die Beine gestellt hat.
Die Schauvorführungen gehören zum Spektakel, das der Heimatverein auf die Beine gestellt hat. FOTO: sam1
Großkmehlen. Wie schon in den letzten Jahren findet eine gute Symbiose zwischen dem Tag des offenen Denkmals und dem Schloss- und Hopfenfest statt. Beide parallelen Veranstaltungen ziehen das Publikum an. Mirko Sattler/sam1

"Diese Verbindung rentiert sich. Zu uns kommen Leute aus Görlitz, Magdeburg oder anderen Städten. Neben dem altbewährten alten Handwerk gibt es immer wieder neue Sachen zu erleben”, weiß Gudrun Kunze vom Heimatverein. "Dass das Fest zusammen mit dem Tag des offenen Denkmals stattfindet, finde ich toll”, befand auch Stammgast Ursela Krüger (79) aus Radebeul.

Traditionell am zweiten Septemberwochenende veranstaltet der Heimatverein dieses beliebte Spektakel. Mittelalterliche Kunst, Handwerk oder Schauvorführungen von jenen Vereinen, die sich dem Leben jener Zeit verschrieben haben, gepaart mit modernen Sachen - das sind die Zutaten für das Erfolgsrezept. Bei angenehmen Temperaturen zog es am gestrigen Sonntag nicht nur die Einwohner der Ortrander Gemeinde aus den Häusern.

Mit ihren Vorführungen gaben auch die Senftenberger Vagabunden einen Einblick in das Leben im Mittelalter. "Das Fest ist wunderschön und die Kulisse stimmt. Bei unseren Vorführungen mimen wir immer einen Söldnerhaufen, wo es um Beleidigungen oder um einen Kampf um die Ehre geht”, erklärte Ulrich Scheffler, der den Hauptmann mimte. Dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommt, bewies der Applaus.

Viele Besucher zog es auch wieder ins angenehm kühle Wasserschloss. Die gesamte untere vermietete Etage konnten die Besucher in Augenschein nehmen. Zum ersten Mal gab es diesmal sogar ein Erotikkabinett. "Wir zeigen hier barocke Bilder von früher. Sie sind etwas freizügiger gemalt worden und deshalb ist der Besuch unseres Kabinetts erst ab 18 Jahre gestattet”, verriet Janette Hoffmann, die als "Unschuld" vor den Räumlichkeiten darüber wachte, dass wirklich nur Erwachsene die barocken Bilder sehen.