(sam) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – auch in Tettau. Und so wurde in dem Ort schon am Vorabend des Maifeiertages groß gefeiert. Aus Anlass der bevorstehenden 800-Jahr-Fete wurde in der Dorfstraße die Jubiläumsfahne gehisst.

„Vom 14. bis 16. August 2020 feiern wir die Ersterwähnung unseres Dorfes. Gemeinsam mit allen Bürgern von Tettau und Umgebung wollen wir das als ein würdiges Fest organisieren und gemeinsam feiern. Die heutige Veranstaltung soll der Auftakt von vielen Programmpunkten sein“, sagt Bürgermeister Siegmar Petrenz in seiner kleinen Ansprache vor gut 200 Einwohnern.

Die Gemeinde Tettau, inmitten des Landschaftsraumes Schraden gelegen und Tor zur Oberlausitz, erlangt mit ihrem künftig wieder größten Wasserwerk des Landes Brandenburg überregionale Bedeutung. In ihrer historischen Geschichte war der heute 800 Seelen-Ort mal böhmisch, mal sächsisch und dann mal wieder preußisch. Mit der nun gehissten Festfahne will Tettau an diese Geschichte erinnern. „Die Fahne symbolisiert die Farben der Oberlausitz und unseres Wappens mit dem Logo eines historischen Brunnens und unserem Wasserreichtum mit dem kostbaren Trinkwasser“, weiß der Bürgermeister.

Mit dem ebenfalls geweihten hölzernen Nachtwächter will man an den jüngsten Zeitzeugen der Nachkriegszeit erinnern. Älteren Einwohnern wird August Sickert als der letzte Tettauer Nachtwächter noch ein Begriff sein. Sickert galt nach Überlieferungen als Unterstützer des Dorfschulzen (heute Bürgermeisters) und sorgte mit seinen Kontrollgängen mit Stock und Laterne für Ruhe und Ordnung im Dorf. Als Teil der Ortsgeschichte soll er damit ein hölzernes Denkmal erhalten. Tettau mit seinen fast 800 Einwohnern, seinen über 40 Handwerks- und Gewerbebetrieben und seinen 13 Vereinen schaut mit Stolz auf die in den letzten Jahrzehnten genommene Entwicklung und will das Jubiläum zünftig feiern..