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| 15:03 Uhr

Schipkau will der Wildschwein-Plage Riegel vorschieben
Großes Halali zur Wildschweinjagd

Die Jagdhornbläser haben die Strecke verblasen, die in einem großen, mit Fichtenreisig markierten Karree gelegt wurde.
Die Jagdhornbläser haben die Strecke verblasen, die in einem großen, mit Fichtenreisig markierten Karree gelegt wurde. FOTO: Gemeinde Schipkau / Martin Konzag
Schipkau. Schipkau will Invasion der Wildsäue stoppen. Start für Herbst-Drückjagden. Von Andrea Budich

Eine Strecke von 34 Wildschweinen ist die Ausbeute der ersten Drückjagd der Saison im Landesforst südlich von Schipkau. Rund 70 Beteiligte waren dazu vom frühen Morgen an im Wald zwischen Schipkau und dem Sonderlandeplatz Schwarzheide-Schipkau unterwegs.

Hauptziel war es, die allseits geforderte und wegen der drohenden Schweinepest auch notwendige Reduzierung des Schwarzwildes. „Die Rüssel-Invasion nach dem Dürre-Sommer muss gestoppt werden“, betont Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU).

„Mit 34 Abschüssen ist das zufriedenstellend gelungen“, zieht Nico Friedrich, Leiter der Landeswaldoberförsterei Doberlug-Kirchhain, ein erstes Resümee. Andere Wildarten, wie Reh- und Rotwild kamen ebenfalls zur Strecke.

Über das Ergebnis freut sich auch das Gemeindeoberhaupt. „Angesichts der aktuellen ordnungsrechtlichen Sorgen mit dem Schwarzwild ist mit der Jagd ein Beitrag zur Problemlösung geleistet worden. Mein herzlicher Dank gilt allen Jagdteilnehmern für ihren nicht ganz ungefährlichen Einsatz.“

Mit jagdlichen Ehrenbezeugungen, zünftigen Signalen einer Jagdhornbläsergruppe und einem vom Gasthof Meuro servierten Imbiss endete die erste größere Herbst-Drückjagd im Gemeindegebiet.

Die Hatz auf die immer größer werdende Wildschwein-Population  geht indes schon in dieser Woche weiter. Am Donnerstag wird erneut zum Halali geblasen. Weitere großflächige Jagden sind am 30. November sowie am 28. Dezember  zwischen Schipkau, Klettwitz und Kostebrau geplant. Rings um Annahütte und Drochow wird indes traditionell am letzten Samstag im November, diesmal also am 24. November, zur Jagd geblasen. Bei allen angesetzten Herbst-Drückjagden sollten Verkehrsteilnehmer die Warnhinweise beachten.