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Großeinsatz nach Reizgas-Attacke auf Senftenberger Stadtfest

Großalarm nach Mitternacht beim Stadtfest am Senftenberger Schlossparkcenter. Nach Handgreiflichkeiten zwischen einheimischen und ausländischen Männern kam es zu einer Pfeffersprayattacke, wonach mehrere Festbesucher über Reizungen der Augen und der Atemwege klagten.
Großalarm nach Mitternacht beim Stadtfest am Senftenberger Schlossparkcenter. Nach Handgreiflichkeiten zwischen einheimischen und ausländischen Männern kam es zu einer Pfeffersprayattacke, wonach mehrere Festbesucher über Reizungen der Augen und der Atemwege klagten. FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. In Senftenberg ist in der Nacht zum Sonnabend beim Stadtfest ein Rettungsgroßalarm ausgelöst worden. Vor einer Bühne am Neumarkt war offensichtlich Reizgas versprüht worden. kw

Die Leitstelle Lausitz beorderte deshalb Rettungskräfte aus dem ganzen Süden des Oberspreewald-Lausitz-Kreises, Feuerwehren und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) von Sanitätern des Katastrophenschutzes zum Peter und Paul-Markt. Der Alarmgrund bestätigte sich nicht: Massen an Verletzten waren befürchtet worden.

"Auf dem Festplatz an der Schulstraße beklagten neben der Bühne plötzlich mehrere Personen Beschwerden der Atemwege und Augenreizungen", schildert Polizeisprecherin Ines Filohn. Eine junge Frau und drei Männer im Alter von 17 bis 27 Jahren mussten versorgt werden. Sie berichteten, von Reizgas getroffen worden zu sein. Nähere Angaben zu den Tatverdächtigten erfolgten aber nicht, so Ines Filohn weiter. Zum Tatzeitpunkt seien in dem Bereich mindestens 50 Personen anwesend gewesen.

Der Sicherheitsdienst des Peter und Paul-Marktes, der an diesem Wochenende traditionell gefeiert worden ist, hatte gegen 1.10 Uhr am Sonnabend die Polizei alarmiert. Augenzeugen zufolge hatte sich zuvor ein Streit zwischen einer Gruppe von einheimischen und ausländischen Männern aufgeschaukelt, der am Senftenberger Neumarkt eskaliert sein soll.

Auch die Senftenberger Feuerwehr war wegen des Pfefferspray-Anschlages alarmiert worden, zeitgleich aber bereits bei dem schweren Wohnungsbrand mit Verletzten im Wohngebiet am See im Einsatz.