ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 08:18 Uhr

Große Pläne im Lausitzer Seenland

Landschaftswandel am Großräschener See
Landschaftswandel am Großräschener See FOTO: Nada Quenzel/TV (LR-MOB-RED-202)
Der Zweckverband will einen neuen Kiosk am „Rostigen Nage“ bauen. Der Wasserwanderrastplatz in der Sedlitzer Bucht soll im Jahr 2020 nutzbar sein. Uwe Hegewald

Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB) ist auf einem guten Weg. Das hat Verbandsvorsteher Volker Mielchen den Senftenberger Stadtverordneten des Bauausschusses jetzt erneut versichert. Regelmäßig lassen sich die Mitglieder über den Stand der Pläne für die touristische Entwicklung und die Bauvorhaben informieren. In Wartestellung auf beantragte Fördermittel stehen Investitionen in der Nachbarschaft des Seeschlösschens in Buchwalde, am ehemaligen Kulturhaus Reppist und an der Südsee des Senftenberger Sees.

Hier ist die Lage im Landschaftsschutzgebiet eine hohe bü- rokratische Hürde, die vor jedem Bauvorhaben genommen werden muss. Der Ersatz-Neubau für den abgebrannten Kiosk zu Füßen an der Landmarke Rostiger Nagel soll im Spätsommer begonnen werden. Das kündigt Volker Mielchen an. "Mit dem Integrieren von etwa zehn Innen-Sitzplätzen und einer Sanitärzeile erfährt der Kioskbetrieb eine wesentliche Aufwertung", erklärt er. Und der neue Kiosk am beliebtesten Aussichtsturm des Lausitzer Seenlandes wird massiv gebaut, ergänzt Mielchen auf Nachfrage von Detlev Bonni (CDU) aus Kleinkoschen. Eine Empfehlung, die Verbindung vom Ort zur Landmarke für motorisierte Fahrzeuge, Radler, Fußgänger und Skater voneinander zu trennen, erteilt er indes eine Absage. "Wir erwarten gegenseitige Rücksichtnahme und ein angemessenes Fahrverhalten aller Verkehrsteilnehmer und Benutzer der Straße. Wie wir feststellen können, setzen die Leute das auch um. Uns sind jedenfalls keine Unfallschwerpunkte bekannt", begründet er.

Am Senftenberger See rollen ab Oktober Baufahrzeuge an, um den Radweg zwischen Großkoschen und dem Parkplatz Niemtsch auf Vordermann zu bringen. Dazu zähle vor allem auch das Einziehen von Wurzelschutz. "Wir gehen davon aus, dass zum Saisonbeginn 2018 alles tipptopp ist", so Mielchen. Keine konkreten Aussagen kann er zum Schullandheim "Am alten Wehr" machen. Träger der Anlage sind die Integrationswerkstätten Niederlausitz, die nach jetzigem Kenntnisstand hier eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderungen schaffen will. Aufgrund der baulichen Ausrichtung, die auf soziale Belange ausgerichtet ist, wird das Objekt zukünftig keiner touristischen Nutzung zugeführt werden können, stellt Volker Mielchen klar. Sedlitz kann sich indes allmählich auf Tourismus einstellen. Schwerpunkt bildet das Bauvorhaben "Sedlitzer Bucht" mit seinem Wasserwanderrastplatz. Im Seenlandverband wird mit einer Freigabe nicht vor den Jahren 2019/2020 ausgegangen, was Sitzungs-Besucher aus Sedlitz mit leichtem Stirnrunzeln zur Kenntnis nehmen.

Aufgrund der Flutungs-Prognose der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) für den Sedlitzer See sei ein früherer Termin ohnehin nicht von Bedeutung, begründet Mielchen. Nach der Saison am Senftenberger See, die mit dem frischen Ferienstart in Brandenburg jetzt weiter in Fahrt kommt, soll in Großkoschen kräftig investiert werden - unterstützt aus dem europäischen Fördertopf der ländlichen Entwicklung. Der weitere Ausbau des Promenadenweges durch den Familienpark zum See, an dem der neue Fahrradverleih bereits in Betrieb gegangen ist, soll starten. Die Finanzspritze dafür liegt schon bereit. Das Zeitfenster zwischen dem Abschluss der laufenden und der nächsten Saison am Senftenberger See ist eng. Auch die Hauptverkehrsader zum Hafencamp wird so überarbeitet, dass die Tempo-30- Zone von Fahrzeugen und Radlern in beiden Richtungen bequem und sicher nutzbar bleibt. G