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| 06:45 Uhr

Lausitzer Wissenschaft
Große BTU-Pläne in Senftenberg

In das Senftenberger Innovationszentrum sollen Professoren der Medizinischen Hochschule Brandenburg unterkommen.
In das Senftenberger Innovationszentrum sollen Professoren der Medizinischen Hochschule Brandenburg unterkommen. FOTO: LR / Jan Augustin
Senftenberg. Neue Professuren, Forschergruppen und Studiengänge sollen den Standort stärken. Von Jan Augustin

Mit dem Entwicklungs- und Personalkonzept hat Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) jetzt den Startschuss für den Gesundheitscampus Brandenburg gegeben. Mit seiner Hilfe soll künftig unter anderem an Krankheiten geforscht werden, die im Alter gehäuft auftreten. Durch die Vernetzung von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Kliniken entstehe ein in dieser Form einmaliges Netzwerk in Deutschland. Das Land will ab 2019 jährlich 6,6 Millionen Euro bereitstellen.

Eine entscheidende Rolle in diesem Vorhaben spielt der Senftenberger Campus der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU). So sollen hier neue Professuren angesiedelt und im Innovationszentrum untergebracht werden. Allerdings: Eine weitere Vermietung an externe Firmen wird dann laut BTU voraussichtlich nicht mehr möglich sein. Beim größten und fast einzigen Mieter des Hauses, der GA Generic Assays, stoßen die Pläne auf Kritik. GA war einer der ersten Mieter des vor drei Jahren eröffneten Labor- und Büro-Hauses. Geschäftsführer Reinhold Hartwig lobt die unmittelbare Nähe zur Uni und die Zusammenarbeit mit ihr. Ob das Unternehmen in der Kreisstadt bleibt, sei nun offen.

Neben neuen Professoren sollen demnächst zwei neue Fraunhofer Forschergruppen in Senftenberg ihre Arbeit aufnehmen. „Hier entsteht langfristig ein wissenschaftliches Zentrum rund um die Schwerpunktthemen Biotechnologie, Chemie, Gesundheit, Pflege und Medizin“, kündigt Pressesprecherin Dr. Marita Müller an.