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| 02:43 Uhr

Gottes mütterlicher Trost für jeden und jede von uns

"Gott spricht: Ich will euch trösten wie eine Mutter tröstet!" (Jesaja 66,13) So lautet die Jahreslosung, die die Kirchen Deutschlands über das Jahr 2016 gestellt haben. Für mich ist dieser wunderschöne Bibelvers eine Verheißung.

Er spricht von Gottes Nähe und Dasein für uns in guten und in schweren Zeiten.

Gott ist da, wie eine Mutter bei ihrem Kind, bei jedem und jeder von uns, voller Wärme, selbstverständlich.

Mütterlicher Trost: Da ist der Säugling, der jammernd aus dem Schlaf aufwacht. Die Welt ist in Unordnung. Seine Mutter hört ihn, tritt an sein Bett, nimmt ihn hoch. Er schluchzt erleichtert. Mama ist da!

Und sie nimmt das Kind, setzt sich in einen Sessel, wiegt es in ihrem Schoß, summt leise in sein Ohr, wärmt und huschelt es. Mamas Wärme, Mamas Geruch, Mamas Stimme. Das Weinen verebbt. Und als sie ihm dann die Brust gibt, öffnen sich die kleinen Fäuste. Das Kind greift nach ihrer warmen Haut, trinkt zufrieden glucksend, kuschelt sich an sie. Die Kinderwelt ist in Ordnung. Wie eine Mutter kann sonst niemand trösten. So nah, so gebend, so selbstverständlich zugewandt ist nur Mama.

"Gott spricht: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet!" (Jesaja 66,13)

Gottes Versprechen steht über dem noch jungen Neuen Jahr. Was wird es uns bringen? Bringt es Glück, das neue Jahr? Welche Last bringt es, das neue Jahr? Krankheit? Leid? Streit? Wird es gut werden, das neue Jahr?

Die Zukunft liegt nicht in unserer Hand!

Sanft beugt Gott sich herab und summt freundlich in unser Ohr. "Ich habe die Zukunft in meiner Hand! Ich trage dich, ich habe es immer getan und werde dich aufheben und trösten, wenn deine Seele weint, dich tragen und bewahren, wenn du nicht weiterweißt, dich erretten, wenn du Hilfe brauchst! Alles wird gut! Ich bin da!"

Gott fügt die Dinge zum Besten! Und selbst die Umwege unseres Lebens werden in Gottes barmherzigen Händen zu Wegen, die zum Ziel führen, auf denen wir wachsen, die uns und unseren Glauben reifen lassen.

Gott weiß, was wir brauchen und trägt uns auch in den Krisen unseres Lebens, nimmt unseren Schmerz wahr, hält mit uns unsere Trauer aus und trocknet unsere Tränen, damit wir wieder klar sehen können. Gott geht mit!

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, dass Sie das in diesem Jahr spüren und erleben: Gott ist da, für jede und jeden von uns: mütterlich, freundlich, gebend, auf allen unseren Wegen!

*Pastorin des Pfarrsprengels Lindenau-Kroppen