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Glas als kunstvoll erstarrte Flüssigkeit

Unterhaltsam plauderten Werner Kothe und Ute Henschel zur Eröffnung der Ausstellung Glasklar im Lübbenauer Torhaus. Alf Schmieder improvisierte auf der Gitarre.
Unterhaltsam plauderten Werner Kothe und Ute Henschel zur Eröffnung der Ausstellung Glasklar im Lübbenauer Torhaus. Alf Schmieder improvisierte auf der Gitarre. FOTO: ho
Lübbenau.. Glasklar und doch mit doppelbödigem Sinn ist ein Großteil der 80 Objekte, die Werner Kothe aus Annenwalde im Lübbenauer Torhaus ausstellt. „Glas wird aus Erde und Feuer gemacht. I. Hoberg

Auf diese Mystifikation wird durch die Scheiben, die bei der Fusingtechnik verwendet werden, noch eins draufgesetzt“ , erklärte der Glasgestalter zur Eröffnung der Sonderausstellung dem Publikum. Wie ein Sandwich werden Glaskörper und Scheiben übereinandergeschichtet und in einem weiteren Brandprozess neu geformt. „Dadurch entsteht eine Lebendigkeit, die sich unter verschiedenen Lichtverhältnissen immer wieder anders zeigt“ , sagte Werner Kothe.
Aufgegriffen hat er für seine Wandbilder im Format 40 mal 40 Zentimeter Motive aus dem Spreewald. „Seit Anfang des Jahres hat Werner Kothe fleißig für unsere Sonderausstellung gearbeitet“ , sagte Ute Henschel vom Spreewaldmuseum. Die Museumsmitarbeiter hatten dann am Tag der Ausstellungseröffnung alle Hände voll zu tun - mit der Präsenta-tion der Objekte im Torhaus. Der Künstler brachte seine Arbeiten selbst mit dem Fahrzeug in die Spreewaldstadt.
In Lübbenau ist Werner Kothe kein Unbekannter. Zum Bildhauersymposium im Jahr 2000 gestaltete er eine riesige Gurke, gurkus gigantus von ihm benannt. Sie ist 2,65 Meter lang, aus Lindenholz geschnitzt und hat im Freilandmuseum Lehde ihren Platz gefunden. Gurken und Fische fehlen auch fast auf keiner der Fusing-Arbeiten, die er nun im Torhaus zeigt.
Die Verkaufsausstellung ist noch bis 23. September zu sehen. Am 20. September gibt es eine Finissage innerhalb der Spreeatelier-Künstlerwoche.