"Jede Energiespar-Sanierung zählt. Es gibt allerdings noch viel Luft nach oben", sagt IG BAU-Bezirkschefin Regina Grüneberg. "Fenster, Fassaden, Dächer, Heizungen - gerade bei Nachkriegsbauten aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren haben wir einen großen Nachholbedarf", sagt Grüneberg. Viele dieser Häuser hätten "noch nie einen Dämmstoff gesehen" und müssten dringend auf die heutigen Standards gebracht werden.

Die IG Bau appelliert an Haus- und Wohnungsbesitzer im Kreis Oberspreewald-Lausitz, auf die Förderung durch das KfW-Programm "Energieeffizient sanieren" zurückzugreifen. "Angesichts steigender Heizkosten ist jede energetische Sanierung eine Investition in die Zukunft", so Grüneberg. Hierfür sei seit diesem Monat ein Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Baukosten möglich.

"Gleichzeitig ist der Bund noch stärker gefordert. Wenn der Energiebedarf der Häuser bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent sinken soll, dann muss die Regierung das Sanieren und Modernisieren noch attraktiver machen - und dafür mehr Geld in die Hand nehmen", sagt Grüneberg. Wichtiger als eine "schwarze Null" im Haushalt seien Investitionen an der richtigen Stelle - wie beim klimagerechten Umbau von Häusern und Wohnungen.