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| 17:50 Uhr

Tarifflucht befürchtet
Gewerkschaft kritisiert Plan für neue Klinikum-Tochter

Erst im Juni waren Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz für höhere Löhne in den Streik getreten.
Erst im Juni waren Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz für höhere Löhne in den Streik getreten. FOTO: LR / Jan Augustin
Senftenberg/Cottbus. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) kritisiert Pläne des Klinikums Niederlausitz, alle Nicht-Pflege-Bereiche der Krankenhäuser Senftenberg und Lauchhammer in eine Tochtergesellschaft auszugliedern.

Dem Aufsichtsrat soll in der nächsten Woche unterbreitet werden, nur noch die Ärzte und das Pflegepersonal in der Klinikum Niederlausitz GmbH zu belassen. Die anderen laut Verdi 390 von insgesamt 1140 Beschäftigten sollen in ein Tochterunternehmen ausgegliedert werden. Das teilt Gewerkschaftssekretär Ralf Franke mit.

Verdi fordert den Aufsichtsrat in einem Brief auf, diesen Plan abzulehnen. Befürchtet werde, dass die Ausgliederungen mit einer Tarifflucht zu Ungunsten der Nicht-Pflege-Beschäftigten einher gehen solle. „Eine Spaltung der Belegschaft schadet der Klinik und den Patienten“, sagt Ralf Franke. „Denn jeder Klinikbeschäftigte wird benötigt, um die Krankenhausleistung zu erbringen. Alle Klinikbeschäftigten arbeiten zum Wohl der Patienten Hand in Hand zusammen“, so Franke.

(kw)