| 02:47 Uhr

Gewerbepark für wasseraffinen Service

An der B 96 soll der Großräschener Gewerkepark für wasseraffine Services entstehen.
An der B 96 soll der Großräschener Gewerkepark für wasseraffine Services entstehen. FOTO: Stadt Großräschen
Großräschen. Die Zukunft am Großräschener See ist greifbar. Und private Investoren sorgen mit für Fahrt. Kathleen Weser

Am Stadteingang aus Richtung Freienhufen soll das Areal, auf dem eine ausgediente Wärmeübertragungsstation steht, als Gewerbegebiet für wasseraffine Services entwickelt werden. Das bestätigt Bürgermeister Thomas Zenker (SPD).

Die erforderlichen Grundstücke hat die Stadt wohl überlegt von mehreren Eigentümern, die wegen Umfirmierungen bis nach China verfolgt werden mussten, erworben. Denn die Lage zum Industriepark Sonne und der kurze direkte Weg zum Großräschener See sind attraktiv. Die Suche nach einem tragfähigen Nutzungskonzept ist ebenfalls von Erfolg gekrönt. Eine Bootsreparaturwerft, überdachte Liegeplätze für Wassergefährte und eine Reithalle sind geplant. Auf der Bootshalle soll Solarenergie erzeugt werden. Und die Werkstatt soll auch neue Jobs schaffen. Der wasseraffine Service soll mit touristisch interessanten Angeboten verknüpft werden. Der nahe gelegene große Wald bietet sich für Reittouren an.

Die Fläche freilich muss noch baureif gemacht werden. Das Bebauungsplanverfahren läuft bereits. Der Ratsrunde wird jetzt der Segen zum Verkauf der kommunalen Grundstücke abverlangt.

Das Konzept hat die Abgeordneten des Bauausschusses voll überzeugt. Und das Stadtoberhaupt zeigt sich zufrieden im doppelten Sinn: Die Entwicklung am Großräschener See löst gewerbliche Impulse aus und mündet in Folge investitionen durch private Investoren. Mit der angestrebten Nutzung wird der Stadteingang aus Richtung Freienhufen auch optisch aufgewertet.

Das von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) aufgemachte Flutungsszenario für den See erzeugt positiven Druck. Die Unternehmer, die wasseraffine Ideen umsetzen wollen, harmonisieren ihre reifen Pläne mit dem Zeitfenster - das im nächsten Jahr nun Wasser im Stadthafen verspricht. Seit dem Flutungsstart im Dezember, der wegen der abschließenden Ufersanierungen noch gebremst Wasser bedeutet, hat der Wasserspiegel des Großräschener Sees schon gut um einen halben Meter zugelegt. Der

Ilse Kanal, der Wasserweg zum Sedlitzer See, wird nun verschlossen, um den Wasserstand des Großräschener See zügiger heben zu können als den des noch unfertigen Nachbarsees.

Für die Stadt Großräschen heißt das: weiter Tempo machen. Das Bebauungsplanverfahren für den kleinen Gewerbepark soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Auch die Grundstücksverkäufe sind in dem Zeitrahmen rechtlich abschließend abzuwickeln, damit der in der Stadt bereits als verlässlich bekannte Investor sein Vorhaben auf den Punkt mit dem bald nutzbaren Großräschener See realisieren kann.