Erst die herbeigerufene Polizeistreife hat in Ruhland (Kreis Oberspreewald-Lausitz) einen gewalttätigen Familienstreit am Heiligabend 2019 beendet. Für den Familienvater (40) hat die Attacke auf seine Ehefrau und eine Schlägerei mit seinem Sohn direkte Folgen.

In den Abendstunden am 24. Dezember 2019 stritten sich laut Polizei die Familienmitglieder zunächst verbal. Dann eskalierte die Situation. Der 40-jährige Vater habe seine Ehefrau (46) geschlagen und verletzt. Dann habe sich der gemeinsame Sohn eingemischt. Er habe versucht, die Situation zu schlichten, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Er sei in der weiteren Folge ebenso in eine körperliche Auseinandersetzung mit seinem Vater geraten. Beide hätten in der Schlägerei Verletzungen davon getragen. Die Polizei verwies den 40-jährigen Mann für zehn Tage der gemeinsamen Wohnung. „Dazu hat die Polizei die Möglichkeit, um den Störer in dieser Situation auszugrenzen, bis sich die Wogen wieder glätten“, sagte ein Polizeisprecher zu LR Online.

Gewalt an Heiligabend: Polizei ermittelt gegen Ruhländer Familie

Im brandenburgischen Polizeigesetz heißt es dazu, dass die Polizei eine Person „zur Abwehr einer von ihr ausgehenden gegenwärtigen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer anderen Person“ aus einer Wohnung verweisen kann.

Laut Polizei wurde gegen den 40-jährigen Mann Anzeige wegen Körperverletzung erstattet und ein Strafverfahren eingeleitet. Auch gegen die übrigen Beteiligten wird demnach ermittelt.