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| 15:36 Uhr

Getreideernte
Frauendorfer beenden Getreideernte so früh wie noch nie

Die Getreideernte 2018 ist geschafft. Die Mähdrescherfahrer und Abfahrer haben die Ernte so früh wie noch nie in der Agrargenossenschaft Frauendorf beendet: (v. l.n.r.)  Roy Niemann, Daniel Kaulfuß, Kevin Herrmann, Detlef Götze und Siegfried Klaus.
Die Getreideernte 2018 ist geschafft. Die Mähdrescherfahrer und Abfahrer haben die Ernte so früh wie noch nie in der Agrargenossenschaft Frauendorf beendet: (v. l.n.r.) Roy Niemann, Daniel Kaulfuß, Kevin Herrmann, Detlef Götze und Siegfried Klaus. FOTO: Kupfer Renate / Rudolf Kupfer
Frauendorf. Für den Drusch ist das Wetter optimal gewesen. Aber die Erträge sind recht gering. Von Rudolf Kupfer

In diesem Jahr ist Siegfried Klaus aus Ortrand bereits das 42. Mal in der Getreideernte auf dem Mähdrescher im Einsatz gewesen. Die zurückliegende Druschperiode brachte wenige erfreuliche Rekorde, so der erfahrene Landwirt. So früh hat er in all den Jahren noch nie mit dem Mähdrusch beginnen können. Bereits am 9. Juli ging es mit der Winterweizenernte los. Der gesamte Winterroggen war bereits am 20. Juli im Speicher und damit ist die Getreideernte 2018 schon Geschichte.

„In den vergangenen Jahren haben wir in unserem Betrieb erst um diese Zeit mit dem Drusch begonnen“, berichtet Siegfried Klaus. „So optimal das Wetter auch für den Drusch war, so ungünstig war es davor für die Entwicklung der Getreide- und Winterrapspflanzen.“ Denn seit Anfang Mai fehlte in der Region der nötige Regen für die Kornbildung. Der Anteil von Schmachtkörnern ist ungewöhnlich hoch und die Erträge sind insgesamt gering. Mit Ertagsausfällen bis zu 50 Prozent rechnen die Frauendorfer Landwirte. „Nur gut, dass wir kein Sommergetreide im Anbau haben, denn hier wären die Ausfälle noch größer“, schätzt Siegfried Klaus ein. „Auf 850 Hektar waren in den Fluren rund um Frauendorf im Frühjahr beste Bestände an Winterraps und -getreide herangewachsen, aber nur was im Speicher ist, zählt,“ weiß Mähdrescherfahrer Detlef Götze aus Erfahrung.

Bei Kornfeuchten um zwölf Prozent ist das Erntegut bestens lagerfähig und es fallen keine zusätzlichen Kosten für die Trocknung an. Nachdem die Schmachtkörner aus dem Erntegut durch Reinigung entfernt wurden, hat der verbliebene Winterroggen eine gute Qualität und die Bauern in Frauendorf hoffen, dass gute Preise die Ernteverluste teilweise ausgleichen.

Obwohl zur Freude der Betrachter das Stroh in den Fluren goldgelb wie schon lange nicht leuchtet, sind die Körnererträge für die Landwirte katastrophal. Dauersonnenschein und Trockenheit in diesem Jahr zeigten die entsprechende Wirkung.

Eine Bewährungsprobe war für Roy Niemann die diesjährige Ernte. Nach seiner Ausbildung in der Agrargenossenschaft Frauendorf war er erstmals in der gesamten Druschsaison im Einsatz und erfüllte diese Aufgabe laut der Truppe um Siegfried Klaus bestens.