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Genießbares Essen in Flüchtlingsheimen in Brieske und Vetschau

Senftenberg/Vetschau. Die Verpflegung und das Essen in der Erstaufnahmestelle in Brieske und der Flüchtlingsunterkunft bei Spreewaldbauer Ricken in Vetschau "ist in Ordnung". Das sagte OSL-Landrat Siegurd Heinze auf eine Anfrage von Kerstin Weidner (AGSUS) in der Sitzung des Kreisausschusses am Donnerstag. Jan Augustin

Weidner wollte wissen, ob die öffentlich gewordenen Unmutsbekundungen von Asylbewerbern zum Essen im Flüchtlingsheim in Brieske berechtigt sind. Der Landkreis als Verantwortlicher sei der Kritik nachgegangen, sagte Heinze. Von ungenießbarem Essen könne keine Rede sein. In Vetschau habe er sich bei einem nicht angekündigten Vor-Ort-Termin auch überzeugt. Heinze: "Jeder, der behauptet, das Essen sei ungenießbar, spricht die Unwahrheit." Zu dem gleichen Urteil kommt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Olaf Gunder. "Auf dem Gelände des Spreewaldbauern Ricken in Vetschau werden die Bedingungen hinsichtlich der Unterbringung, der sanitären Einrichtungen und auch der Verpflegung erfüllt", sagte er nach einem Besuch mit Partei-Mitgliedern in der Unterkunft.

Runder Tisch gewünscht

Karl-Heinz Ricken selbst sei ständig bemüht, die Vorgaben einzuhalten, zu prüfen, zu verbessern und wenn etwas nicht stimmt, es wieder herzustellen. Etwa 160 Asylbewerber aus zehn verschiedenen Nationen leben derzeit in der Unterkunft. "Auseinandersetzungen gibt es, aber diese werden gelöst", sagte Karl-Heinz Ricken. Er selbst würde sich einen Runden Tisch mit Vertretern der einzelnen Nationen wünschen, um sich regelmäßig auszutauschen und besser zu verstehen. "Die haltlosen Anschuldigungen schaden insbesondere den Integrationsbemühungen und missachten auch die sehr engagierte ehrenamtliche und amtliche Arbeit, die im Rahmen der Flüchtlingsarbeit geleistet wird", sagte Gunder. Dass Karl-Heinz Ricken in schwierigen Zeiten bereit war, ein Hilfsangebot für den Landkreis zu unterbreiten, mit relativ flexiblen Vertragsbedingungen, verdiene den Respekt. Gunder: "Letztendlich hat es auch sehr viel Unruhe in seine Geschäftsabläufe und ihn persönlich in Misskredit gebracht, was er wahrlich nicht verdient hat und wie wir uns als Fraktion vor Ort überzeugen konnten."