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| 01:10 Uhr

Gemeinden zahlen weniger

Ortrand.. Wenn der Haushalt 2006 von der Kommunalaufsicht genehmigt wird, dann ist das Amt Ortrand gleich zum Jahresbeginn voll arbeitsfähig. Die Vertreter der amtsangehörigen Gemeinden haben das Papier nach der 2. Lesung einstimmig beschlossen. Der Verwaltungshaushalt ist ausgeglichen. Manfred Feller

Davon werden 64 Prozent für die Personalkosten in der Amtsverwaltung aufgewandt. Dämpfend wirke sich der Haustarifvertrag aus, so Hans Dietzel, Vorsitzender des Amtsausschusses. Bis auf den Verwaltungschef betragen Arbeitszeit und Bezüge 90 Prozent.
Gegenüber der 1. Lesung konnte die Amtsumlage um 61 600 Euro gesenkt werden. Das heißt, entsprechend ihrer Einwohnerzahl steht den Gemeinden mehr Geld zur Verfügung. Die Umlage wurde von 28,43 in diesem Jahr auf 27,6 Prozent im nächsten gesenkt.
Daneben gibt es als Sonderfall die differenzierte Amtsumlage, die außer Tettau alle anderen für den Betrieb von Campingplatz und Freibad aufbringen müssen. Tettau hatte sich einst nicht an der Millioneninvestition beteiligt. Diese Gemeinde würde sich laut Hans Dietzel engagieren wollen, dürfe es aufgrund der eigenen finanziellen Lage (hoher Schuldenstand durch vergangene Baumaßnahmen) aber nicht.
Die geplanten Zuschüsse für Bad und Camping belaufen sich 2006 auf rund 130 000 Euro und liegen damit um 4800 Euro unter dem diesjährigen Wert. Die Gemeinden hoffen, dass sich die Einnahmen weiter verbessern und ihre Zahlungen damit geringer werden. Der Dauercamping-Bereich ist nach den Worten von Amtsdirektor Horst Stopperka bis auf drei Plätze voll belegt. Kurzcamper dürfen es künftig etwas mehr werden.
Um die vielfältigen touristischen Angebote im Amtsbereich besser zu vermarkten, holt sich die entsprechende Arbeitsgruppe Expertenrat ein. Michael Vetter, Vorsteher des Erholungsgebietes Senftenberger See, ist zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen worden, der im Dezember stattfindet.
Der Vermögenshaushalt im Amt Ortrand, aus dem Investitionen bestritten werden, soll im kommenden Jahr 280 600 Euro umfassen. Soll! Denn darin enthalten ist auch die Kreditfinanzierung eines 220 000 Euro teuren Löschfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Kroppen. Über dieser geplanten Ausgabe liegt ein Sperrvermerk. „Wir werden prüfen, ob das Ziel auch anders zu erreichen ist, zum Beispiel durch die Umsetzung eines anderen Fahrzeuges“ , begründet Hans Dietzel - ein Kroppener. Notwendig sei der Technikersatz auch aufgrund der waldreichen Umgebung.
Um beim kostenaufwändigen Brandschutz, der in Ortrand Amtssache ist, Geld zu sparen, sei das entsprechende Konzept bereits überarbeitet worden. Die Ortswehren sollen sich hinsichtlich ihrer Ausstattung weiter ergänzen. Nicht jede brauche alles. Eine Zusammenlegung, wie in Senftenberg ins Gespräch gebracht, sei kein Thema gewesen.
Anders in Sachen Bauhof. Diesen wollen die Gemeinden gemeinsam angehen, um Kosten zu sparen. Noch hat jeder Ort seine(n) Gemeindearbeiter mit der jeweiligen Technik. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit einer zentralen Lösung.