ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:12 Uhr

Zu Christi Himmelfahrt
Geistlicher Spaziergang durch Lindenau

Erster Haltepunkt des Spazierganges durch Lindenau war der Schlossplatz.
Erster Haltepunkt des Spazierganges durch Lindenau war der Schlossplatz. FOTO: Renate Kupfer
Lindenau. Die Gottesdienste zu Himmelfahrt im Lindenauer Park haben Tradition. Donnerstag aber standen die Zeichen auf Rot.

Der Pflegezustand des Landschaftsparkes Lindenau verhinderte am Donnerstag die weit über die Gemeindegrenzen beliebte Gebetsform unter freiem Himmel. Der dafür von der Kirchgemeinde gestaltete Spaziergang durch den Ort war jedoch mehr als ein Ersatz.
„Ein beeindruckender Gottesdienst, wie wir ihn so noch nicht erlebt haben“, sagte Walter Dassler aus Ortrand.

Auch Irmgard Dietzel aus Kroppen gehört zu den ständigen Besuchern. Beeindruckend für sie war dieses Mal, dass der Gottesdienst mit der Geschichte des Ortes verbunden wurde. Während der zunehmende Zerfall des Schlosses und seines Parkes Grund zu großer Besorgnis ist, ist die Kirche nach wie vor ein Mittelpunkt im Dorf. Seit 350 Jahren ist sie eine feste Burg für die Christen. Die Lindenauer werden in der Heilandskirche am Pfingstsonntag dieses Jubiläum festlich.

Mit abgelegten Kreuzen und angezündeten Kerzen an den fünf Haltepunkten des Spaziergangs zu Himmelfahrt setzte Pfarrerin Angelika Scholte-Reh beim Spaziergang Zeichen des Glaubens und der Hoffnung.

Die Posaunenklänge des Orchesters der Kirchgemeinden Ortrand- Kroppen unter Leitung von Frank Taupitz begleiteten diesen Gottesdienst unter freiem Himmel eindrucksvoll und veranlassten viele Fahrradtouristen und Gäste zum innehalten. Am Mühlteich stimmten Vogelgesang und das Quaken der Frösche in den Chor der Posaunen ein. Über diese Zugabe der Natur freuten sich alle Teilnehmer des Spaziergangs.

Extra aus Hamburg war Benjamin Fuhrmann angereist, um erneut diesen Gottesdienst zu erleben. Der Himmelfahrtgottesdienst in Lindenau war auch eine Aufforderung, aus der Geschichte die entsprechenden Lehren zu ziehen und aktiv die Gegenwart zu gestalten. Das vermittelte in ihrer Predigt Pfarrerin Angelika Scholte- Reh nachdrücklich.

(rkp)