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| 01:04 Uhr

Geglättete Wogen am Geierswalder See

Elsterheide.. Bis 2007 sollen am Geierswalder See ein Yachthafen mit Hafenanlagen, ein Yachtklub und ein Restaurant der gehobenen Preisklasse entstehen. Das teilte Dr. Axel Eckart als Vertreter eines Dresdener Investors (die RUNDSCHAU berichtete) auf Nachfrage mit. Dieser möchte am See insgesamt vier Millionen Euro verbauen. Bei der ersten Präsentation der Pläne im Ortschaftsrat Geierswalde hatte es noch Unstimmigkeiten zwischen den Planern und den bisherigen Leistungsanbietern am See gegeben. Nach einer Ortsbegehung und einem gegenseitigen Kennen lernen scheint sich jetzt eine Einigung abzuzeichnen. Von Rebecca Kresse

„Die Wogen haben sich geglättet“ , bestätigt Dr. Matthias Jochmann, Leiter des Projektes Wasserwanderrastplatz am Geierswalder See. Nach intensiven Gesprächen zwischen allen Beteiligten seien zwar noch „gewisse Bedenken vorhanden, ob der ,Kuchen' Geierswalder See für alle Projekte groß genug ist“ . Doch die Risiken lägen eher beim neuen Investor.
„Ein Kleininvestor macht sich einfach mehr Gedanken um das Geld. Trotzdem glaube ich, dass wir uns gut verständigt haben“ , sagt Jet-Ski-Verleiher Jens Kammann. „Wir werden die Investitionen am See gemeinsam durchziehen, uns gemeinsam um den Bebauungsplan kümmern. Wir kennen jetzt die Gegebenheiten und haben uns, was die Territorien betrifft, geeinigt.“ Seine ganz persönlichen Bedenken, dass die Mitglieder des Yachtklubs sich durch die lauten Motoren der Jet-Skis gestört fühlen könnten, hätte allerdings auch das Gespräch mit Axel Eckart nicht auslöschen können.
Eckart betonte wiederum gegenüber der RUNDSCHAU ausdrücklich, dass die Planer des Hafens keine Probleme durch das Nebeneinander sehen. „Wir fühlen uns durch die Jet-Skis nicht beeinträchtigt. Außerdem ist eine Landzunge zwischen den beiden Anlagen. Dadurch wird der Schall abgedämpft“ , so Eckart.
Axel Holz, Vorsitzender des Wassersportvereins Lausitzer Seenland, beschreibt die Gespräche mit den Planern als konstruktiv. Trotzdem habe er Zweifel, ob die Nachfrage nach Liegeplätzen ausreiche, um sowohl den Hafen des Sportvereins als auch den des Yachtklubs zu füllen. „Ohne Zweifel würde die Attraktivität des Sees durch das geplante Restaurant und Hotel gesteigert“ , so Holz. Das sei auch für die Deutsche Meisterschaft im Ixylon-Segeln, die 2007 nach Geierswalde komme, gut. Dennoch befürchtet er eine direkte Wettbewerbssituation zwischen den Häfen.
Um die Auslastung macht sich Eckart hingegen keine Sorgen. „In der Berliner Seenkette gibt es kaum noch freie Liegeplätze“ , erklärt er. Die Segler würden regelrecht auf die Häfen in der Lausitz warten, zumal diese über die Autobahn innerhalb kürzester Zeit zu erreichen seien.