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Sicherheit an der Kreisstraße
In Gefahrenzone wird am Waldrand bei Tettau erst spät reagiert

Die Feuerwehr Lauchhammer hatte auf der Ortsverbindungsstraße nach Tettau durch heftige Sturmböen schwankende Birken umgelegt, um die erste Gefahr zu bannen. Doch vom Waldrand drohten weitere Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen. Der Zustand wird erst jetzt beseitigt.
Die Feuerwehr Lauchhammer hatte auf der Ortsverbindungsstraße nach Tettau durch heftige Sturmböen schwankende Birken umgelegt, um die erste Gefahr zu bannen. Doch vom Waldrand drohten weitere Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen. Der Zustand wird erst jetzt beseitigt. FOTO: Mirko Sattler
Senftenberg/Tettau. Sturzgefährdete Bäume werden beseitigt. Die Kreisstraße zwischen Tettau und Lauchhammer soll ab Mittwoch wieder frei sein. Von Kathleen Weser

In der Gefahrenzone, zu der die Herbststürme Xavier und Herwart die Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Tettau gemacht haben, wird acht Tage nach den zuletzt in Mitleidenschaft gezogenen Birken am Waldrand sichtbar reagiert. Die Bäume, die entwurzelt wurden und nicht mehr standsicher sind, werden entfernt. Die Arbeiten sollen im Laufe des Dienstag abgeschlossen werden, teilt Kreis-Sprecherin Sarah Werner mit. Auf der Kreisstraße soll demnach ab Mittwoch wieder freie Fahrt sein.

Die Mühlen der Bürokratie hatten nach dem jüngsten Sturm, der am Wochenende über die Region gefegt war, und am anschließenden Brücken- sowie dem dienstfreien Reformationstag in den Amtsstuben der Ordnungsbehörde gar nicht gemahlen. Auch danach kamen sie nur langsam in Schwung. Dass die von der Feuerwehr und der Polizei in akuter Gefahrenlage sofort vorsorglich gesperrten Verkehrsader durch Bürger illegal freigegeben worden war, blieb in den Verwaltungen unbemerkt.

Die Waldbesitzer waren nach Sturm Xavier durch das für die öffentliche Sicherheit zuständige Amt Ortrand zwar aufgefordert worden, ihren Waldbestand zu kontrollieren und Bäume mit Gefahrenpotenzial zu beseitigen. Über das Papier hinaus ist aber nicht reagiert worden. Dabei hatten die starken Windböen schon Anfang Oktober eine Eiche zu Fall gebracht. Auf dem Radweg wurde eine Frau aus Grünewalde, die mit einer Radlergruppe hier unterwegs war, von dem Baum erschlagen. Drei Verletzte hatte dieses Unglück beim ersten großen Herbststurm ebenfalls gefordert. Denn die Eiche hatte mehrere Bäume mit sich gerissen. Diese Gefahr ist auch nach dem zweiten Herbststurm vor Ort sichtbar gewesen und als untragbarer Zustand angezeigt worden. Die Behörden sahen sich allerdings jeweils nicht in der Pflicht, das Heft des Handelns praktisch in die Hand zu nehmen.