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Sturmfolgen
Gefahrenzone am Waldrand in den Amtsstuben ignoriert

Tettau/Lauchhammer. Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Tettau bis Montag erneut gesperrt

Die Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Tettau ist voll gesperrt. Nach wie vor. Offensichtlich hatten verärgerte Bürger die Hindernisse an der Zufahrt von der Bundesstraße 169 bei Lauchhammer-West einfach entfernt. In den Amtsstuben ist dies eine ganze Woche lang unbemerkt geblieben. Und so sind ahnungslose Menschen bis zum gestrigen Freitag durch die akute Problemzone geschickt worden. Ein Baumgutachter, der Kraft Gesetzes zum Tod einer hier kürzlich von einer Eiche erschlagenen Radfahrerin ermittelt, ist angesichts der sichtbar entwurzelten und in den Kronen verkeilten Bäume vom Glauben abgefallen.

Die Kreisstraße ist nun bis einschließlich Montag, dem 6. November, wieder dicht. Eine Umleitung erfolgt über Schraden. „Darauf hat sich das Landratsamt nach einem Vor-Ort-Termin mit dem Amt Ortrand und einem Sachverständigen verständigt“, hat Kreis-Sprecherin Sarah Werner am Freitag mitgeteilt. Der Landkreis appelliere an alle privaten Waldbesitzer in der Region, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Insbesondere nach den jüngsten Stürmen.

Für die Gefahrenabwehr aber hätte die örtliche Ordnungsbehörde längst sorgen müssen, notfalls auch zu finanziellen Lasten der Waldeigentümer. Doch die Verantwortung für Bäume an Straßen, die ausdrücklich keine dem Verkehrsraum zugeordneten Alleen sind, wird eifrig hin und her geschoben.  

(kw)